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Segeberg Grundschule Trappenkamp ist Vorreiter
Lokales Segeberg Grundschule Trappenkamp ist Vorreiter
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11:26 23.03.2019
Von Detlef Dreessen
Digitalisierung in der Schule: Markus Freßmann und Daniela Glunz (v.l.) hatten sichtlich Spaß an den digitalen Schultafeln der Grundschule Trappenkamp, die Schulleiter Sven Teegen und seine Kollegin Karin Butzlaff ausprobieren ließen. Quelle: Detlef Dreessen
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Trappenkamp

Jede Klasse in der Trappenkamper Grundschule hat eine digitale Tafel, zwei Klassensätze Notebooks wurden für die Schüler angeschafft. 18 Lehrer aus Schleswig-Holstein schauten sich das kürzlich staunend an.

Zwei Jahre Warten auf ein drahtloses Netzwerk

Trotzdem: Gerne hätten Schulleiter Sven Teegen und seine Kollegin Karin Butzlaff den Bürgermeister der Gemeinde Harald Krille bei der Veranstaltung dabei gehabt. Der hätte vielleicht erklären können, wann die Schule ein drahtloses Netzwerk erhält. „Ich weiß nicht, woran es liegt. Der Plan steht seit zwei Jahren“, sagte Teegen.

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Dank Fördergeld hat die Schule 47.000 Euro in die Geräte investierten können, die auch schon in allen Klassen im Unterricht verwendet werden. Doch damit mobile Endgeräte mit den Tafeln kommunizieren können, fehle eine Einigung über das Konzept, wie die Daten fließen sollen, erklärte Teegen. Sobald ein Beschluss stehe, dauere die Umsetzung nur einen Tag.

Manches stecke bei der Digitalisierung des Unterrichts eben immer noch in den Kinderschuhen, sagte Markus Freßmann, Lehrer in der Trave-Schule in Bad Segeberg.

Doch auch wenn alles noch besser sein könnte, zeigten sich die Kollegen aus Schulen von Husum bis Itzehoe schon von den ersten Schritten in den „Kinderschuhen“ beeindruckt.

Lehrer aus ganz Schleswig-Holstein staunten über digitale Technik

Freßmann und seine Kollegin Daniela Glunz vom Förderzentrum der Wilhelm-Busch-Schule Glinde hatten sichtlich Spaß, über die Tafel zu wischen und auf einer digitalen Waage virtuelle Bananen und Möhren mit ebensolchen Gewichten aufzuwiegen.

Nachdem die Gäste zwei Stunden lang in den Klassen zuschauten, wie die 230 Schüler dort Mathe und Deutsch lernen, aber auch wie die Viertklässler programmieren üben oder Filme drehen, gaben die Trappenkamper Lehrer ihr Wissen weiter. Sie informierten über Grundlagen und führten in die von ihnen benutzten Programme ein.

Sogar der Sportunterricht profitiere von der Digitalisierung, sagte Karin Butzlaff. „Die Schüler filmen einander bei den Turnübungen und erkennen beim anschauen der Filme, wo sie die Muskeln richtig oder falsch angespannt haben.“

Die Kreidetafel hat ausgedient

Markus Freßmann zeigte sich zuversichtlich, dass es mit der Digitalisierung in den Schulen voran gehen wird. „In wenigen Jahren wird man über Kreidetafeln so lächeln, wie wir darüber lachen, dass man früher auf Schiefertafeln geschrieben hat."

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