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Segeberg Mit Motorengeheul durch den Matsch
Lokales Segeberg Mit Motorengeheul durch den Matsch
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15:19 11.08.2019
Von Gudrun Ehlers
Dreiradrennen in Altengörs: Die beiden Fahrer vom Team Mammuts, Holger und Jürgen, lieferten sich ein kleines Verfolgungsrennen. Quelle: Gudrun Ehlers
Neuengörs

Mit Strohballen war ein Rundkurs für Slalomfahrt mit teils sehr engen Kurven und kleinen Hügeln auf dem abgeernteten Acker angelegt worden. Schon früh am morgen wurden die ersten Proberunden gedreht, um noch etwas an der Technik zu feilen.

Fahrspaß im Matsch

„Heute morgen war es noch so schön schlammig vom Regen in der Nacht, das Fahren bringt dann gleich viel mehr Spaß”, fand Kenneth vom Team Olive aus Traventhal. Das neu zusammengebaute Dreirad sah nach den gefahrenen Runden durch den Matsch schon sehr mitgenommen aus. Auch der Fahrer von bis oben an den Helm mit Schlamm bespritzt.

Die Gummistiefel hatten ebenfalls Schaden genommen und waren nach dem Fahren am Schaft vom heißen Motor angeschmolzen. „Das macht nichts, das gehört dazu”, meinte er und sein Kumpel Lars wusch den Schmutz von der Lampe des Dreirades ab.

Um die 30 Teilnehmer traten in verschiedenen Teams gegeneinander an. Das Team Mammuts aus Bad Bramstedt stellte dabei die meisten Fahrer. Sie waren es auch, die vor Jahren das Dreirad-Rennen ins Leben gerufen hatten. Mit dabei hatten sie auch ihre schon legendäre Black Rat, ein Dreirad in Raketenform. Das Gefährt und Fahrer Jürgen sind ein eingespieltes Team, rasant und souverän nahmen sie den Slalom.

Eigenkonstruktionen mit Tücken

„Es ist verdammt schwer das Ding sicher um die Kurven zu bringen, es kippt ziemlich schnell um”, erklärt Teamkollege Martin. Er selbst fährt einen Roller mit angebauten Stützrad und Trittbrett dazwischen. Auch diese wackelige Eigenkonstruktion hat so ihre Tücken und möchte nicht immer durch die Matschkuhle, da hilft dann nur schieben.

Den schwierigsten Part hatte allerdings, nach Meinung aller, Teilnehmer Olli vom Team Hattendorf aus Norderstedt mit seinem Streitwagen. Stehend auf einem Anhänger düste er über die Buckelpiste. „Das kostet richtig Kraft, aber es bringt einen Höllenspaß”, findet er.

Ganz neu dabei war sein Teamkollege Fabio, er knatterte mit Bauhelm und Gehörschutz um die Runden. Rudi, vom Team der Affenbande aus Schwissel brachte es noch auf ein paar Dezibel mehr auf seinem Dreirad und röhrte über den Acker, dass hinter ihm der Dreck nur so flog und sich die zahlreichen Zuschauer die Ohren zuhielten.

Frank, ebenfalls ein Fahrer der ersten Stunden, vom Team Whiskey aus Marne, hatte sein Dreirad für das Rennen diesmal ein wenig umgebaut. „Ich gehe langsam auf die 60 zu, da muss man das ein bisschen bequemer haben. Ich hab jetzt eine Federung eingebaut”, erzählte er.

Eine Frau unter lauter Männern

Nicole vom Team Nord Dorf aus Schwissel ist ebenfalls eine, die immer mit dabei ist. Dieses Mal ging sie allerdings nicht mit ihrem eigenen Dreirad an den Start, der Motor war kaputt gegangen. „Es ist aber egal, mit was für einen Dreirad sie startet, sie ist ein Naturtalent auf den Dingern. Sie setzt sich rauf und düst los”, lobt Teamkollege René.

Dabei ist das Fahren auf den Dreirädern alles andere als einfach, sie müssen mit ziemlich viel Körpereinsatz gefahren werden, gerade in den Kurven erfordert das sehr viel Kraft. Mitunter heben die Kisten auch mal vom Boden ab, wenn es mit Vollgas über die Hubbel geht.

Lange hielt Fahrer Ole vom Team Neon aus Schwissel, den diesjährigen Ausrichtern des Rennens und Sieger aus dem letzten Jahr, die Bestmarke im Rennen. Am Ende ging der Wanderpokal dann aber nach Albersdorf an Holgi vom Team der Red Hot Power Brothers. Zweiter wurde René vom Team Nord Dorf aus Schwissel und den dritten Platz machte Kenneth vom Team Olive aus Traventhal.

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