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Segeberg Spendenrallye: Im alten Auto nach Gambia
Lokales Segeberg Spendenrallye: Im alten Auto nach Gambia
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20:12 06.03.2019
Von Uwe Straehler-Pohl
Einen Tag vor der Abfahrt trafen sich Karsten Schuldt (Sponsor, von links), Hartmut und Anke Götze, Corinna Moritz (Sponsorin), Bürgermeisterin Verena Jeske sowie Sandra Knack vor dem Bad Bramstedter Rathaus. Heiko Knack war verhindert. Quelle: Uwe Straehler-Pohl
Bad Bramstedt

 7200 Kilometer Fahrt durch sieben Länder, davon 700 Kilometer auf Wüste- und Sahelzone, warten auf die Ehepaare, die an der Rallye Dresden - Dakar - Banjul teilnehmen. Marokko, Mauretanien und Senegal werden auf dem Weg nach Gambia in Westafrika durchquert. Bewältigt wird die Tour aber nicht in hochmodernen SUV’s. Das Ehepaar Götze fährt mit einem 25 Jahre alten Subaru, Knacks fahren in einem älteren Ford Transit. „Die kann man noch mit Hammer und Schraubenzieher reparieren, weil sie nicht voller Elektronik stecken“, sagt Hartmut Götze. Das kommt nicht nur den Rallyefahrern zu Gute, sondern auch den künftigen Eigentümern. Denn die beiden Autos sollen am Ende der Rallye vor Ort versteigert werden. Die Erlöse sind für Schulbauten oder Werkstätten in Afrika gedacht. 

Autos für 100.000 Euro versteigert

Fahrzeuge, die derartige Strapazen überstanden haben, sind in der Region sehr begehrt. Hartmut Götze berichtete, der Rallye-Ausrichter, der sächsische Verein „Breitengrad“, habe beim letzten Mal 40 Autos versteigert und damit rund 100.000 Euro eingenommen. Zweimal jährlich findet die Rallye statt. Bei der morgen startenden 27. Rallye sind 41 Teams dabei. 

Die Organisation der Rallye über 16 Etappen mit drei vorgeschriebenen Ruhetagen nimmt ein erfahrenes Organisationsteam in die Hand. Das sorgt dafür, dass auf unsicheren Wüstenetappen im Konvoi mit Sicherung durch Militärfahrzeuge gefahren wird.

Geschlafen wird auf Matratzen

Trotz eines eingespielten Organisationsteams bleiben an den Teilnehmern viele Aufgaben hängen. „Wir haben wochenlang passende Autos gesucht und diese technisch vorbereitet, uns um wichtige Impfungen und Papiere gekümmert und eine Website gepflegt, um auch Spenden zu erhalten“, erklärt Götze. Auch finanziell ist das Abenteuer nicht ohne: Neben dem Autokauf kommen pro Person 780 Euro Startgebühren hinzu. Verpflegung, Ausrüstung und vereinzelte Übernachtungen in Hotels, Fährfahrten sowie der Rückflug müssen ebenfalls bezahlt werden.

Am 28. März endet das Abenteuer der beiden Ehepaare, die sich aber vorher noch ein paar Tage Urlaub in der Region gönnen, bevor sie am 7. April in Hamburg landen werden.

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