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Segeberg Bürger stimmen über Supermarkt ab
Lokales Segeberg Bürger stimmen über Supermarkt ab
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16:09 22.05.2019
Von Einar Behn
Vor dem Kindergarten am Eingang zum Wohnpark Bissenmoor ist im Bebauungsplan ein 800 Quadratmeter großes Geschäft eingeplant. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Die Einwohner sowohl des alten als auch des neuen Ortsteil sollen die Frage beantworten, ob sie sich beim Kindergarten Löwenzahn einen Supermarkt vorstellen können. Bis Sonntag haben sie dafür Zeit. Der Flyer sollen dann angekreuzt im Wahllokal der Europawahl oder im Rathaus abgegeben werden. 

Im Planungsausschuss merkte dessen Vorsitzender Fritz Bredfeldt (Bündnis 90/Grüne) an, dass nicht alleine die Einwohner von Bissenmoor entscheiden sollten. „Wir müssen auch das Interesse der Innenstadt mitberücksichtigen.“ Ein weiterer Supermarkt mache den anderen Geschäften Konkurrenz. Auch Bürgermeisterin Verena Jeske meint, „dass wir schon sehr viele Verkaufsflächen in Bad Bramstedt haben.“ Aber es gebe mittlerweile 515 Haushalte allein im Wohnpark Bissenmoor. Aus ihren Bürgersprechstunden wisse sie, dass die Einwohner sich schon einen Bäckerladen oder Ähnliches wünschen. „Ich möchte ihnen aber ungern einen Supermarkt vor die Tür stellen, wenn sie es gar nicht wünschen.“ 

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Geschäft mit 800 Quadratmetern zulässig

Nach dem Bebauungsplan kann dort ein Supermarkt oder auch ein anderes Geschäft mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern gebaut werden. Bei der Stadt hatte sich ein Projektentwickler gemeldet, der auch eine interessierte Supermarktkette gefunden hat. Allerdings will er einen Markt mit einer Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern bauen, wie es heute der Standard ist. Ohne Einwilligung der Stadt ist das nicht möglich. 

Bissenmoor ist wie ein kleines Dorf

Jan-Uwe Schadendorf (SPD) meinte, dass ein Laden grundsätzlich sinnvoll sei, ohne sich auf einen Supermarkt festzulegen. Er rechnete vor, dass bei 515 Haushalten – ursprünglich waren 480 geplant – rund 1200 Bürger im Wohnpark Bissenmoor leben und noch längst nicht alle Grundstücke bebaut seien. „Das ist ein ganzes Dorf.“ 

Wenn die Umfrage ausgewertet ist, will sich der Planungsausschuss wieder mit dem Thema befassen.

Sylvana Lublow 22.05.2019
Michael Stamp 22.05.2019
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