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Segeberg Tonnenweise Kastanien für hungriges Wild
Lokales Segeberg Tonnenweise Kastanien für hungriges Wild
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09:44 16.10.2019
Von Detlef Dreessen
Eric (von links) und Ruby Wellnitz aus Lübeck und Bob Green aus Stipsdorf brachten ihre gesammelten Kastanien zum Erlebniswald Trappenkamp, damit die Tiere im Winter zu fressen haben. Quelle: Detlef Dreessen
Trappenkamp

Eric (10) und Ruby (4) Wellnitz waren aus Lübeck mit ihren Eltern gekommen, Bob Green (3) mit Papa Daniel und Mama Annika aus Bad Segebergs Nachbargemeinde Stipsdorf. „Die Kastanien sind bei uns laufend aufs Dach gefallen“, berichtete Daniel Green. Für Sohn Bob war das eine klasse Sache: „Das Sammeln hat Spaß gemacht“, versicherte der Steppke und schüttete einen Kindereimer in die große Schaufel eines Treckers.

Kastanientauschaktion seit Jahren ein Spektakel

Unablässig kamen neue Spender mit Eimern, Taschen, Netzen, Bollerwagen und anderen Behältnissen. Stolz thronte Junis (1,5) auf der Kastanienernte, die er mit seinen Eltern zu Hause in Schmalensee gesammelt hatte und die jetzt per Schubkarre zur Abgabestelle gebracht wurde.

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„Es ist jedes Jahr der gleiche Ansturm“, freute sich Waldpädagoge Dietmar Danger. Er ist schon seit zehn Jahren bei dem Spektakel dabei. Bei geschätzten sechs bis sieben Tonnen, die am Sonntag zusammen kamen, seien es etwa eine Million Kastanien. 200 Kilogramm lieferte allein ein Kindergarten ab.

Viele Kastanien, wenige Eicheln

Während die Kastanien wieder zahlreiche Früchte trugen, sei die Ernte bei den Eicheln knapper ausgefallen als in anderen Jahren. „Die Eiche kann mit der Trockenheit nicht so gut umgehen wie die Kastanie“, erklärte Danger. Viele Eichen haben ihre Früchte darum vorzeitig abgeworfen.

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Die Kastanien und Eicheln werden jetzt eingelagert und getrocknet und im Winter an Rot-, Dam- und Schwarzwild verfüttert. Dies sei im Erlebniswald nötig, weil die Tiere dort in Gehegen leben und nicht der Nahrung folgen können, so Danger.

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Doch auch der Erlebniswald zeigte sich spendabel. Wer seine Kastaniensammlung abgegeben hatte, bekam einen Gutschein für eine Familienkarte im Erlebniswald. Manch eine Karte wurde aber angesichts des nasskalten Wetters erst einmal mit nach Hause genommen. „Wir kommen lieber ein anderes Mal, wenn das Wetter schöner ist“, kündigte Daniel Green an.

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