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Segeberg Mittelalter am Kalkberg
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15:50 05.05.2019
Von Klaus J. Harm
Die meisten Fans waren vor allem wegen der Gruppe "Schandmaul" an den Kalkberg gekommen. Quelle: Claus Harlandt
Bad Segeberg

 Abgeleitet ist der Name einerseits vom Kalkberg-Massiv, andererseits vom Karl-May-Stück „Die Felsenburg“. Der Publikumszuspruch hielt sich bei dieser Premiere allerdings in Grenzen: Nach Angaben der Veranstalter wollten nur rund 3000 Besucher hören, was Schandmaul und Co. live und open air zu bieten haben.

Auftakt durch Ryan Sheridan

Den Auftakt machte der irische Sänger und Songwriter Ryan Sheridan, der schon mit sieben Jahren die traditionelle irische Folk-Musik auf der Geige spielte und sich über Phasen am Broadway in New York zum Rockmusiker entwickelte. Auf seiner Frühjahrstour feuerte der Ausnahmegitarrist ein akustisches Feuerwerk perkussiven Gitarrenspiels ab. 

Einen weiteren Höhepunkt des Abends bildeten „Mr. Hurley und die Pulveraffen“, ein Flaggschiff unter den zahlreichen Piratenbands. Mit Akkordeon, Gitarre, Bass und Schlagzeug sowie einer vollen Breitseite Humor versetzten sie das Kalkbergrund in Ekstase. Die „Piraten aus dem karibischen Osnabrück“ brachten Sauflieder wie: „Ein Nagetier im Lagerbier“, „Schrumpfkopf im Rumtopf“ oder „Schnappes mit ’nem Aal darin, das ist ja wohl der Wahnsinn“, die von den Zuhörern begeistert mitgesungen wurden. Auch die Adaption von „Join the Navy“ in „Komm zur Marine“ begeisterte, wie auch das Finale, in dem die Band alte Irische Folksongs zu einem Medley zusammenfassten.

Schandmaul waren der Hauptact

Auf die Pulveraffen folgte mit „Schandmaul“ einer der Höhepunkte des Konzerts. Ob „Der Froschkönig“, „Meisterdieb“ oder „Walpurgisnacht“ – die meisten Zuschauer waren allein wegen ihnen gekommen, wie auch Thomas aus Fehmarn, Lars aus Sylt und Sascha aus Heiligenhafen. Seit 25 Jahren sind sie treue Fans der Gruppe und treffen sich, wenn irgend möglich, bei jedem Konzert. Die Münchener Gruppe um Thomas Lindner gründet sich auf Folk und Rock und verwendet außer den klassischen Instrumenten auch Drehleier, Schalmei, Flöte und Dudelsack bei ihren Stücken.

Abschluss durch Versengold

 Den Abschluss des Abends bildeten dann „Versengold“, eine Folk-Rockband mit modernen deutschen Texten. Mit „Wir werden niemals untergehen“ eröffneten sie ihr Programm. Tanzbare, energiegeladene Songs, gespickt mit virtuosen Instrumentaleinlagen verzauberten das Publikum in der Abenddämmerung über dem Kalkbergrund. 

Auch das städtische Ordnungsamt war höchst zufrieden: Das Ingenieurbüro Mücke maß in der Spitze 68 Dezibel Lautstärke bei erlaubten 70 dB(A). Die Polizei, die mit acht Beamten vor Ort war, und die Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg mit 15 Kameraden brauchten nicht einzugreifen. 

Nur das DRK, mit 30 Helfern vor Ort, musste einer Zuhörerin wegen eines Herzproblems zur Hilfe kommen, der Liegendtransport von ganz unten über den sandigen Weg erforderte acht Helfer, um die Patientin nach ganz oben zu bringen. Einige der aus bis zu 500 Kilometern angereisten Gäste bedauerten, dass dieses Konzert nicht größer angekündigt war, sonst wären nach ihrer Meinung weit mehr als die 3000 Gäste zum ersten Felsenburg-Festival gekommen. 

Zweite Auflage 2020?

Die Veranstalter jedoch waren zufrieden, bei 2700 Besuchern seien die Kosten gedeckt. Und so könne man über eine Wiederholung im nächsten Jahr nachdenken. 

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