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Segeberg FDP fordert "Amazon Bad Bramstedt"
Lokales Segeberg FDP fordert "Amazon Bad Bramstedt"
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20:30 19.03.2018
Von Einar Behn
Henning Schumacher (von links), Anja Schuppe, Helmer Krane, Michael Gehringer, Beate Albert und Dennis Schröder führen die Liste der Bewerber an. Quelle: Privat
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Bad Bramstedt

Anja Schuppe, die auf Platz 2 der FDP-Liste kandidiert, sitzt schon in der Stadtverordnetenversammlung. Alle anderen auf den vorderen sechs Plätzen sind neu. Spitzenkandidat ist der Parteivorsitzende Helmer Krane (27). Der angehende Jurist hat zwar in Hamburg studiert, seine Heimatstadt aber nie verlassen. „Bad Bramstedt hat eine Toplage“, sagt er, und die werde mit dem Bau der Autobahn 20, die sich unmittelbar bei Bad Bramstedt mit der A7 kreuzt, noch besser. „Wir haben damit eine Jahrhundertchance und müssen sie auch ergreifen.“ In Autobahnnähe müssten neue Gewerbegebiete erschlossen werden und auch die Gewerbesteuer müsse „signifikant geringer sein als die der umliegenden Gemeinden“.

Bad Bramstedt liege in der Metropolregion Hamburg, müsse moderner werden und „den Anschluss an die Großstadt schaffen“, meint Krane. Dazu gehöre freies WLAN in der Innenstadt ebenso wie ein Online-Marktplatz. Die Einzelhändler sollten sich dafür zusammenschließen und ihre Produkte in einer Art „Amazon Bad Bramstedt“ gemeinsam vermarkten. So gelänge es, den Einzelhandel in Bad Bramstedt am Leben zu erhalten, glaubt Krane.

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Ein Schwerpunkt im Wahlprogramm sei der Bildungssektor. Deshalb unterstütze die FDP den Umbau der Außenanlagen an der Jürgen-Fuhlendorf-Schule, der geschätzte 1,4 Millionen Euro kosten wird. Die SPD sieht darin ein Wahlgeschenk von CDU, Grünen und FDP, das angesichts der Haushaltslage nicht zu rechtfertigen sei. Krane sagt: „Wir brauchen moderne Schulen und das gehört dazu.“

Die Bildung soll auch der einzige Bereich sein, den die Freien Demokraten von ihren Sparbemühungen ausnehmen wollen. Ansonsten fordert Krane mehr Haushaltsdisziplin. „Es kann nicht sein, dass die Verwaltung uns jedes Jahr einen unausgeglichenen Haushalt vorlegt. Ziel muss es sein, ohne neue Schulden auszukommen.“ Politik auf Pump sei nicht generationengerecht. Ziel müsse die Schuldenfreiheit sein.

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