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Segeberg 100 Einsatzkräfte kämpften gegen Feuer
Lokales Segeberg 100 Einsatzkräfte kämpften gegen Feuer
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08:31 28.02.2019
Von Nicole Scholmann
Wehrführer Maik Grell mit der Wärmebildkamera, mit der am Morgen nach dem Großeinsatz in Oering weitere Glutnester im Gebäude der ehemaligen Tischlerei gesucht werden. Quelle: Nicole Scholmann
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Oering

Um 3 Uhr am Donnerstagmorgen kam der Alarm „Feuer groß Oering“ bei den Feuerwehrleuten aus Oering, Itzstedt, Sievershütten und Seth auf die Pieper und die Sirenen heulten durch die Nacht. Einsatzleiter Maik Grell und seine Kameraden hatten beim Eintreffen bereits Flammen und Feuerschein in der Halle der ehemaligen Tischlerei entdeckt. „Ich habe gleich die Wehr in Kaltenkirchen nachalarmiert, weil die einen Gelenkmast hat“, berichtet Grell.

Mit gut 30 Atemschutzträger im Wechsel wurde das Feuer bekämpft. „Wir sind an unsere Belastungsgrenze gekommen“, gibt Grell zu. Das sei Stress pur für die Atemschutzträger. Dominic Schröder kann das bestätigen. Er war einer der ersten, der in die Gebäude reingingen. „Man weiß nicht, was los ist, was einen erwartet“, sagt der Feuerwehrmann. 

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Feuer im Holzspänebunker

Ausgangspunkt des Brandes ist nach ersten Vermutungen der Feuerwehr ein Holzspänebunker genau zwischen Werkstatt und Halle des Gebäudetraktes. Aus diesem Bunker wird die Heizung gespeist. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlung aufgenommen. Eine Schadenshöhe ist noch nicht bekannt. Menschen waren zu keiner Zeit in Gefahr. 

Gefahr für Nachbarn

Äußerst gefährlich war die Situation dennoch für die Nachbarn, denn deren Wohnhäuser stehen nur wenige Meter entfernt von der Tischlerei. „Die Sievershüttener Feuerwehr hatte den Auftrag, die angrenzenden Häuser zu schützen“, erklärt Wehrführer Grell. Das Zusammenspiel mit den anderen Wehren habe sehr gut funktioniert.

Den ganzen Donnerstag über werden die Feuerwehrmänner mit der Wärmebildkamera kontrollieren, um Glutnester zu finden und zu löschen. Der Bunker mit den Holzspänen wurde gespült. 

Michael Stamp 28.02.2019
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