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Segeberg Feuerwehr wollte Drohne nicht geschenkt
Lokales Segeberg Feuerwehr wollte Drohne nicht geschenkt
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14:01 19.04.2018
Von Gerrit Sponholz
Der Kreisfeuerwehrverband Segeberg hat vor wenigen Tagen seine erste Drohne in Betrieb genommen. Sie ist mit einer Kamera ausgerüstet, die auch Wärmebilder aufnimmt.  Quelle: Gerrit Sponholz
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Tensfeld

Auch andere Wehren im Kreis Segeberg zögern noch. So blieb es kürzlich dem Kreisfeuerwehrverband vorbehalten, bislang als Erster im Kreis Segeberg eine Drohne für Feuerwehreinsätze vorzustellen.

Drohne würde junge Feuerwehrleute begeistern

Vor Wochen hatte ein Bürger, der anonym bleiben will, Mischker angesprochen. Der Mann sei bereit gewesen, der Feuerwehr Tensfeld eine Drohne im Wert von etwa 3000 bis 3500 Euro zu kaufen. „Der praktische Nutzen der Drohne wäre gewesen, sich bei Einsätzen einen guten Überblick zu verschaffen.“ Außerdem sei dieses Gerät für junge, technikbegeisterte Feuerwehrleute sicherlich eine zusätzliche Motivation, meint Mischker. Doch er sei auf Vorbehalte in seiner Wehr gestoßen. So müssten für die Drohne mehrere Kräfte eigens ausgebildet werden, Nachbarwehren würden die Drohnen-Mannschaft aus Tensfeld allzu oft anfordern, das Geld solle lieber für andere nützliche Dinge ausgegeben werden.

Zurückhaltung bei Amtswehren

Auch in einer Runde von Amtswehrführern aus dem Kreis Segeberg war über den Kauf von Drohnen nachgedacht worden, berichtet Jürgen von Seelen aus Großenaspe, Amtswehrführer in Bad Bramstedt-Land. Doch noch habe die Zurückhaltung überwogen, auch in seiner Amtswehr. „Zu teuer: Drohnen kosten noch über 20.000 Euro.“ Außerdem sei sie wohl nur selten nötig. Notfalls könne die Drohne des Kreisfeuerwehrverbandes angefordert werden.

In Kaltenkirchen überwiegt ebenfalls Zurückhaltung, berichtet Wehrführer Thomas Schwedas. „Einerseits ist das Gerät sicher sinnvoll. Andererseits sind die Kosten horrend.“ Und viel Personal sei nötig, um Drohne und Bildübertragung zu steuern.

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