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Segeberg Zu wenig Brunnen im Segeberger Forst
Lokales Segeberg Zu wenig Brunnen im Segeberger Forst
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06:00 29.11.2013
Von Gerrit Sponholz
Über den neuen Wagen für den Katastrophenschutz im Kreis Segeberg freuen sich Martin Noll (von links) von der Feuerwehr Alveslohe, Landrätin Jutta Hartwieg, Alveslohes Wehrführer Thomas Amend und Kreiswehrführer Rolf Gloyer.
Kreis Segeberg

„Die umliegenden Feuerwehren des Forstes leisten viel Arbeit, machen und tun, aber die Landesforsten stellen kein Geld bereit“, ärgerte sich Kreiswehrführer Rolf Gloyer aus Stuvenborn bei der Übergabe des Fahrzeugs am Kreishaus in Bad Segeberg. „Sie maulen, Maßnahmen seien zu teuer.“ Gloyer ist sauer auf die Landesforsten: „So geht das nicht!“

 Vor vier Jahren hätten die Landesforsten im Segeberger Forst zwar zwei Wasserstellen gebohrt und angelegt, von denen aus bei einem Waldbrand gelöscht werden könne. „Weiter sind die Landesforsten aber nicht gekommen“, sagte Gloyer. „Wir haben ein großes Problem, weitere Wasserstellen zu bekommen.“

 Die Feuerwehren hätten ihre Vorarbeit geleistet, sagte Gloyer. Sie hätten ein Waldbrandkonzept aufgelegt. Eingebunden darin seien 30 Wehren mit 40 Fahrzeugen.

 Vom Bund als Verstärkung gedacht für Großeinsätze im Forst ist der neue Schlauchwagen. Er hat 2000 Meter Schläuche und eine Tragkraftspritze an Bord, kann in rauem Gelände fahren und ist auch für kleine Löschangriffe ausgerüstet. Stationiert wird der 175000 Euro teure Wagen bei der Feuerwehr Alveslohe.

 Zwei neue Löschfahrzeuge will der Bund ebenfalls noch liefern. Sie dienen dem Katastrophenschutz, werden aber auch für örtliche Einsätze genutzt. Somit bleiben die Bundes-Autos in Betrieb, und die Feuerwehrleute können sich mit dem Wagen vertraut machen.

 Die Fahrzeuge werden von der 9. Feuerwehrbereitschaft des Kreises Segeberg eingesetzt. Sie ist eigens für Großeinsätze zusammengestellt und gehört mit zum Katastrophenschutz. Die Bereitschaft verfügt über 18 Fahrzeuge, darunter das neue vom Bund, und war zuletzt beim Elbhochwasser im Juni Menschen in Lauenburg zu Hilfe geeilt. Stationiert sind die Wagen der Feuerwehrbereitschaft unter anderem in Alveslohe, Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen, Kisdorf, Itzstedt, Leezen, Sülfeld und Bad Bramstedt.