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Segeberg Wortwünsche für Kirchensanierung
Lokales Segeberg Wortwünsche für Kirchensanierung
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20:33 18.10.2018
Für ihre Predigt am 11. November zum Martinstag baut Pastorin Ulrike Egener Worte ein, die sich Gemeindemitglieder gegen eine Spende für die Kirchensanierung wünschen. Quelle: Kirchengemeinde Bornhöved
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Bornhöved

Für den zweiten Sanierungsabschnitt an der Nordwand der Vicelin-Kirche braucht die Kirchengemeinde geschätzt 435 000 Euro. Noch gibt es eine Finanzierungslücke von knapp 200 000 Euro, sagt die Pastorin. Spenden müssen her.

Wunschwörter für fünf, zehn, 20 oder 50 Euro

Bei einer Ideensammlung im Kirchengemeinderat bei Wein und Snacks war auch ein Gast dabei, der sich mit Fundraising-Aktionen für Kirchen auskennt, erinnert sich Egener. Schon jetzt verkauft die Gemeinde einen „Rissling“, einen Wein, in Anspielung auf die Risse in der Kirchenwand. Süße Bonbons in Form kleiner Zwickelsteine gibt es auch. „Aber wir können ja nicht nur Bonbons und Wein verkaufen“, meint Egener. Die Spendensammlung sollte auch im Gottesdienst eine Rolle spielen – eine Anregung des Spendenexperten. Heraus kam die Idee der Wunsch-Predigt.

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Das Prinzip: Worte gegen Geld. Für fünf, zehn, 20 oder auch 50 Euro können sich die Kirchgänger für die Predigt am 11. November Worte wünschen. Maximal drei Stück. Die Wortwunsch-Zettel wurden bereits mit dem Gemeindebrief verteilt und einige kamen auch schon zurück.

Am Ende soll eine Predigt zum Martinstag herauskommen

Die ersten beiden Regeln, denen die Wunschwörter zu entsprechen haben, sollten dagegen selbstverständlich sein: Ein Wunschwort muss jugendfrei sein, Kraft- und Gewaltausdrücke sind tabu, außerdem sollte es politisch korrekt sein, nicht diskriminierend oder gar rassistisch.

Etwa 20 Wunschworte hat die Pastorin schon auf dem Schreibtisch. „Es dürfen aber noch viel mehr werden“, sagt Egener, die sich bewusst ist, dass ihre Martinstags-Predigt eine Herausforderung werden könnte. Es werden nicht die leichtesten Wörter sein, die sich die Menschen gegen eine Spende für die Predigt wünschen. Trotzdem sollen sie dann sinnvoll im Text untergebracht werden – „egal, ob jemand fünf oder 50 Euro dafür spenden möchte“, so die Pastorin.

Von Nadine Materne

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