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Segeberg 145 Millionen Euro flossen in den Kreis
Lokales Segeberg 145 Millionen Euro flossen in den Kreis
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15:49 06.06.2019
42 geförderte Wohnungen baut die Süd Living GmbH und Co. KG in der Süderstraße in Kaltenkirchen. Die IBSH vergibt dafür ein Förderdarlehen von 4,1 Millionen Euro. Quelle: Sylvana Lublow
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Kreis Segeberg

Die Schaffung bezahlbaren Wohnraums bleibt eine der größten gesellschaftspolitischen Herausforderungen. Dementsprechend gewichtig ist die Mietwohnungsbauförderung. „Von 2015 bis 2018 hat die IBSH für 1972 Wohnungen in den Umlandkreisen eine Förderzusage erteilt – bei einem Fördervolumen von 212 Millionen Euro“, sagte Erk Westermann-Lammers, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank, jüngst bei der Vorstellung der Zahlen. Damit sei die Förderperiode 2015 bis 2018 abgeschlossen.

Mehr als 900 geförderte Wohnungen im Kreis Segeberg

Von den 1972 geförderten Wohnungen entfällt fast die Hälfte – 922 – auf den Kreis Segeberg. Dahinter folgen die Kreise Pinneberg mit 744, Steinburg mit 178 und Stormarn mit 128 Wohnungen.

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Viele der Wohnungen liegen im sogenannten Hamburger Speckgürtel, etwa Norderstedt und Pinneberg, aber auch in Kaltenkirchen oder Bad Segeberg. Dort gibt es laut Investitionsbank großen Bedarf an günstigem geförderten Wohnraum.

Entsprechend nutzten Kommunen und Investoren die Fördermöglichkeiten. So baut etwa in Kaltenkirchen in der Süderstraße die Süd Living GmbH und Co.KG für 5,6 Millionen Euro 42 geförderte Wohnungen. 

Von der Investitionsbank gibt es dafür ein Förderdarlehen von 4,1 Millionen Euro sowie einen Zuschuss von 673100 Euro.

Auch für Eigentumsmaßnahmen hat die Investitionsbank Fördermittel zur Verfügung gestellt. Im Kreis Segeberg verhalf die Förderbank gemeinsam mit den Hausbanken 612 Familien zu Eigentum. Insgesamt wurde im Hamburger Umland der Bau und Kauf von 1849 Häusern oder Wohnungen ermöglicht. 153 Millionen Euro stellte die Investitionsbank zur Verfügung.

Daneben wurden viele Sanierungen und Modernisierungen gefördert.

Der Anteil der Förderdarlehen für Erwerbsimmobilien belief sich auf 65 Prozent, für Neubauten auf 28 Prozent und für Modernisierungen auf 7 Prozent. Die hohe Nachfrage nach Förderdarlehen für Ein- und Zweifamilienhäusern war in dieser Region gegenüber den Vorjahren konstant. 

Nachfrage nach Förderfinanzierung bleibt hoch

Auch durch die Refinanzierung von Bankdarlehen zum Bau oder Kauf von Wohnungen oder Häusern verhilft die Investitionsbank zur Schaffung von Wohneigentum. Hier lag das Volumen im Hamburger Umland bei 15 Millionen Euro.

„Diese Eigentumsmaßnahmen entlasten den Mietwohnungsmarkt, denn wer in ein eigenes Haus oder in eine eigene Wohnung zieht, macht ja meist eine Mietwohnung frei“, sagte Henrike Schildknecht, Leiterin Eigenheime der Investitionsbank.

Für 2019 rechnet die Investitionsbank im Falle weiterhin niedriger Zinsen damit, dass die ausgeprägte Nachfrage nach Förderfinanzierungen mit langen Laufzeiten und Zinsbindungen anhalten wird.

Von Nadine Materne

Michael Stamp 06.06.2019
Sylvana Lublow 05.06.2019
Michael Stamp 05.06.2019