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Segeberg Feuerwehren fehlt Ausrüstung und Wissen
Lokales Segeberg Feuerwehren fehlt Ausrüstung und Wissen
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06:19 02.02.2019
Zur Wasserrettung benötigt die Feuerwehr geeignete Boote, besser wäre natürlich ein Trailer mit aufgesatteltem Motorboot. Bisher gibt es im Amt Trave-Land lediglich ein aufblasbares Schlauchboot. Quelle: Klaus J. Harm
amt trave-land

Die Wasserrettung in Schleswig-Holstein geschieht bislang in der Zusammenarbeit von Wasserrettungsorganisationen, Feuerwehren und Rettungsdiensten – ohne eine konkrete Regelung.

Bisher gibt es im Amt nur ein Schlauchboot

Jürgen Meynerts, Amtswehrführer im Amt Trave-Land, blickt aber schon in die Zukunft: „Wir müssen ein Konzept haben, wenn das Brandschutzgesetz geändert wird.“ Zur Zeit sähe es da eher mager aus. Zwar habe man am Standort Quaal ein aufblasbares Schlauchboot, aber bis dieses einsatzbereit sei, vergehe einige Zeit.

Auch wäre es für die Besatzung fast unmöglich, mit den Stechpaddeln gegen den Luftstrom eines gleichzeitig eingesetzten Rettungshubschraubers anzukommen.

Neun Seen gibt es in den 27 Gemeinden des Amtes Trave-Land und auf allen finden Freizeitaktivitäten statt. Ob Angeln, Segeln oder Kanufahren – das Unglück schläft nie und schnelle Hilfe ist dann angesagt. Dazu gehört die Kenntnis der Zugangsmöglichkeiten, denn professionelle Slip-Anlagen gibt es hier nicht. Die oft zugewachsenen Trampelpfade zum Muggesfelder See oder anderen Gewässern seien bislang kaum befahrbar. Auch der lang gestreckte Wardersee verlangt nach mehreren Zugängen, um rechtzeitig beim Unfallopfer zu sein.

Rettungsschwimmer und Bootsführer müssen ausgebildet werden

Neben der Ausrüstung müsse vor allem geeignetes Personal gefunden werden. Rettungsschwimmer müssten die Einsatzkräfte schon sein, so Meynerts. Für die Bootsführer ist ein Führerschein erforderlich, das wäre der Sportbootführerschein „See“ oder „Binnen“. Zumindest einen Übungstermin im Segeberger Hallenbad gibt es inzwischen: montags von 20 bis 21 Uhr.

Wenn die ehrenamtliche Mannschaft steht, geht es ums Geld für die Ausrüstung. Da kommen die Gemeinden ins Spiel. Manche Bürgermeister hätten „Stacheldraht im Säckel“, so Meynerts und würden die ihnen übertragenen Aufgaben möglichst billig erfüllen.

Zunächst wäre ein Motorboot erforderlich, da nur damit in Zusammenarbeit mit dem Rettungshubschrauber Menschen gerettet werden können. Dazu käme ein Trailer, mit dem das Boot zum Einsatzort gebracht werden kann. Über das Zugfahrzeug werde auch noch zu reden sein, so Meynerts. Geländegängig müsse es sein, eines der vorhandenen Löschfahrzeuge komme dafür wohl nicht in Frage.

Ausrüstung: "Keine kleinlichen Rechnungen"

Die Aufgabe der Gefahrenabwehr liegt nach dem Landesverwaltungsgesetz bei den Gemeinden. Bisher zeigt sich die Kommunalpolitik nicht sehr entscheidungsfreudig. Allein die Feuerwehr bereite sich auf die große Aufgabe „Technische Hilfe Wasser“ vor, bemängelt Meynerts. Ein einziger toter Angler oder Kanute würde sämtliche kleinlichen Rechnereien ad absurdum führen, mahnte Meynerts

Von Klaus J. Harm

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