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Segeberg Schwarzer Peter bei WZV und Kommunen
Lokales Segeberg Schwarzer Peter bei WZV und Kommunen
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14:57 03.07.2019
Im Kreis Segeberg wurden an vielen Orten, wie hier in Schmalensee im Mai, die Gelben Säcke nicht abgeholt. Die Abfuhr funktioniert noch immer nicht richtig - der Ärger darüber entlädt sich bei WZV und Kommunen. Quelle: Christian Detlof
Kreis Segeberg

„Wir müssen raus aus dem unberechtigten Beschuss“, fordert Hanno Krause, Vorsteher der Verbandsversammlung.

Beschwerden beim WZV und in den Gemeinden 

„Die Telefone glühen im Kundencenter“, sagt Justiziar Nis Nissen. Noch immer beschwerten sich Kunden ständig über liegengebliebene Säcke. Kaum seien die Säcke in einem Dorf nach langer Zeit abgeholt worden, klage das nächste.

Dabei ist der WZV für die Sammlung des gelben Sacks nicht zuständig, sondern die Betreiber der Dualen Systeme, bekannt als Grüner Punkt. Für Segeberg zuständig ist der Betreiber Landbell, dessen Ausschreibung vor zweieinhalb Jahren hat die Firma Optisys gewonnen, inzwischen eine Tochter des Entsorgers Remondis. Landbell hatte zuletzt Besserung versprochen.

„Auch die Drähte in den Gemeinden und Kommunen glühen“, beklagt Hanno Krause, Vorsteher der Verbandsversammlung des WZV und Bürgermeister in Kaltenkirchen. „Was meine Mitarbeiter aushalten müssen ist unglaublich.“

Säcke werden zum hygienischen Problem

Krause, sonst sehr ruhig im Auftreten, ist richtig sauer – über enthemmte Bürger, die sich im Ton vergreifen, vor allem aber über die Qualität des Entsorgers. Entweder es fehlten die gelben Säcke oder die Abfuhr klappe nicht. „Da werden ganze Straßenzüge nicht abgeholt.“ Und das bei 30 Grad. Das werde auch zu einem hygienischen Problem. Das Ordnungsamt könne irgendwann auch die Säcke auch als Ersatzvornahme einsammeln lassen und die Kosten in Rechnung stellen, ist er sicher.

„Es ist ein Skandal, dass das nicht funktioniert und der schwarze Peter bei den Kommunen und beim WZV landet“, findet auch der neue Verbandsvorsteher Axmann. Immerhin zahle der Kunde beim Kauf schon für die Entsorgung mit. Krause fordert bessere Verträge vom Ausschreibungsführer. Wenn die Leistung nicht erfüllt werde, müsse es eben Strafzahlungen geben, findet er.

Dass es anfangs bei einem Betreiberwechsel Probleme kommt, das wisse man. Doch Optisys ist bereits im dritten Jahr zuständig. Ab 1. Januar 2020 gebe es eine neue Ausschreibung, so Nissen. „Wir sind nicht der Ausschreibungsführer“, betont er. Der WZV könne dann lediglich mit Schilderungen seiner Erfahrungen Einfluss nehmen. Das heißt: Die Bürger können nur hoffen, dass es nächstes Jahr besser wird. 

Breitband: 70 Prozent Anschlussquote

Erfolge kann der WZV beim Breitbandausbau vermelden. Im sogenannten Cluster neun, das „Fördercluster“ im Amt Trave-Land war die erste Einwerbesphase erfolgreich. „Wir haben eine Anschlussquote von 70 Prozent“, verkündet Nissen. Das gilt für den Nordbereich mit den Gemeinden Blunk, Krems II und Travenhorst, die voll erschlossen werden sollen mit schnellem Internet, und den Gemeinden Nehms, Wensin und Seedorf, wo es um Teilbereiche und abgelegenere Ortsteile geht. Es geht um mehr als 500 Hausanschlüsse.

Nach den Ferien beginnt die Einwerbephase für Anschlüsse im Südbereich, unter anderem in Bühnsdorf, Rohlstorf und Teilen von Pronstorf. Insgesamt werde eine Anschlussquote von 50 Prozent benötigt. Wenn alles gut läuft, kann dann im Frühjahr 2020 mit der Ausschreibung für den Nordbereich begonnen werden.

Mitarbeiter werden in den neuen Tarif übergeleitet

Für die Umsetzung der neuen Verbandsstruktur, die die Verbandsversammlung jüngst beschlossen hat, haben die Gespräche für die Aushandlung eines Überleitungstarifs begonnen. Alle Mitarbeiter der WZV Entsorgung werden ab nächsten Jahr nach Tarif des öffentlichen Dienstes bezahlt werden beim WZV. Dabei geht es hauptsächlich um die Eingruppierung der Mitarbeiter. Ein externes Unternehmen ist derzeit dabei, jede Stelle im Betrieb zu beschreiben und zu bewerten. Am 8. August soll die erste Verhandlungsrunde beginnen. 

Die Gewerkschaft Verdi rechnet mit Ergebnissen im Herbst. Fair und transparent sollten die Beschäftigten übergeleitet werden, außerdem soll es zu keinerlei Verschlechterung kommen, kündigt Verdi an.

Von Nadine Materne

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