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Segeberg Zwölf gewählte Jugendstadtvertreter
Lokales Segeberg Zwölf gewählte Jugendstadtvertreter
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20:49 27.02.2019
Von Gunnar Müller
Bürgermeister Hanno Krause (Mitte) und Bürgervorsteher Hans-Jürgen Scheiwe (rechts) freuten sich über das Engagement der neu gewählten Jugendvertreter. Quelle: Gunnar Müller
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Kaltenkirchen

Doch neben viel Lob von Krause, Bürgervorsteher Hans-Jürgen Scheiwe und Vertretern der Politik für das Engagement der Jugendlichen mischte sich auch Kritik. „Damit dürfen wir nicht zufrieden sein“, sagte Krause. Von 1491 informierten Kaltenkirchener Jugendlichen beteiligten sich 253 an der Wahl. Abzüglich von fünf ungültigen Stimmzetteln verblieb eine Quote von 16,63 Prozent.

Jugendstadtvertreter können viele Projekte anschieben

„Wir haben die Hoffnung, dass sich die Jugend auch beteiligt“, sagte Krause. Gemeinsam mit Scheiwe besuchte er die weiterführenden Schulen, warben beide für die Wahl. „Wir wollten da persönlich hin und nicht nur mit einem Flyer.“ Denn die Jugendstadtvertretung ist nicht nur einfach eine Institution im kommunalen Geschehen, wie es in der Präambel der Satzung der Jugendvertretung heißt, sondern dazu gedacht, „ projektbezogene Partizipationsmodelle mit den betroffenen Jugendlichen durchzuführen und zwar initiiert durch die Jugendlichen selbst“.

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Jugendstadtvertretung Kaltenkirchen

Die Belange der Jugendlichen in Kaltenkirchen vertreten künftig (in alphabetischer Reihenfolge): Ann Cathrin Berten, Benjamin Bruske, Emma Charlotte Conrad, Melina Eggers, Tara Eßmann, Lena Hellmuth, Maxim Hornbostel, Marc Dominique Krampitz, Marleen Rimkus, Pauline Röder, Lisa Marie Rogalla und Arthur Sett.

Jugendvertretung ist mehr als ein unbedeutendes Gremium

Die Jugendvertreter stellen also mehr dar, als nur ein jugendlich-schmückendes, aber unbedeutendes Gremium. Denn diese zwölf vertreten künftig zwei Jahre lang die Interessen aller Kaltenkirchener Kinder und Jugendlichen – mit umfassenden Befugnissen, die Spielräume für eine echte Jugendbeteiligung eröffnen. So kann etwa der oder die Vorsitzende der Jugendstadtvertretung – oder der oder die Vertreter – an Sitzungen der Stadtvertretung und der Ausschüsse teilnehmen und bei Belangen, die die Kinder und Jugendlichen betreffen, auch das Wort verlangen und Anträge stellen. Durchaus also ein Gremium der politischen Mitbestimmung, mit eigenem Etat und Arbeitsausstattung.

Bis zu 18 Jugendvertreter - 12 davon nur besetzt

Eigentlich kann laut Satzung die Jugendstadtvertretung bis zu 18 Jugendliche umfassen, bis zu 17 gewählt und ein Mitglied bestimmt durch den Stadtjugendring. Wenn sich denn genug wählbare Jugendliche finden lassen. Und genau daran haperte es offenbar. Krause zeigte sich also mit dem Ergebnis unzufrieden: „Wir werden das künftig anders handhaben müssen.“

Patenmodell für Jugendvertreter

Die zwölf Jugendlichen jedoch, die sich bereit erklärt haben, politisch mitwirken zu wollen, haben vielfach bereits konkrete Ziele. Die meisten möchten, wie Emma Charlotte Conrad, dafür sorgen, dass sich die Jugendlichen mehr für Politik interessieren, die Stadt für Jugendliche attraktiver und spannender wird, Schulen modernisiert werden. Lisa Marie Rogalla fordert darüber hinaus ein stärkeres Umweltbewusstsein. Und Lena Hellmuth geht es um das Zwischenmenschliche: „Wir müssen uns auch verstärkt mit Mobbing auseinandersetzen.“

Von fast allen Fraktionen waren Stadtvertreter zur Bekanntgabe des Wahlergebnisses gekommen. „Von der AfD ist keiner da, das stelle ich nur mal fest“, sagte Krause.

Die Jugendstadtvertretung ist politisch unabhängig. „Nutzt die vielen Kontakte und Hilfsangebote der Parteien“, sagte Krause. Zugleich ermahnte Krause die Fraktionen wiederum, dabei nicht parteipolitisch vorzugehen, „sondern für die Sache selbst“. Bürgervorsteher Scheiwe stellte ein Patenschaftsmodell der Stadtvertretung in Aussicht. „Und bis das auf den Weg gekommen ist, mache ich das und Ihr könnt Euch immer an mich wenden.“

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