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Segeberg Der Initiator zieht sich zurück
Lokales Segeberg Der Initiator zieht sich zurück
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19:24 03.06.2019
Von Einar Behn
Trotz Abschied von Pastor Rahlmeier aus dem Kreis "Geschichte und Geschichten" ging es lustig bei der Übergabe eines Präsentkorbes durch Bürgermeisterin Claudia Peschel zu. Darin befand sich auch ein Kuschelkissen. Quelle: Uwe Straehler-Pohl
Bad Bramstedt

„Das Gelingen des Arbeitskreises ist nicht einem Einzelnen zu verdanken, sondern der Gemeinschaft“, betonte Rahlmeier. Er habe festgestellt, dass viele Menschen es genossen hätten, gemeinsam über die Geschichte des Dorfes und die Geschichten aus dem Dorf zu reden. Dadurch sei ein großer Schatz im Dorf gehoben worden und das mache ihn ein „bisschen stolz“, versicherte er.

Anlass, den Arbeitskreis zu gründen, waren Überlegungen, wie der Volkstrauertag nicht mehr so ritualisiert gestaltet werden kann. Rahlmeier ging es darum, das Gedenken an die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs aufrecht zu erhalten, auch wenn über 70 Jahre nach Kriegsende nur noch wenige leben, die die auf den Gedenksteinen Verewigten persönlich kennen. 

Vor allem Ältere wirken mit

In dem Arbeitskreis „Geschichte und Geschichten“ wirken viele ältere Hitzhusener mit.  Ihr Anliegen ist es, die Schicksale hinter den in Stein gemeißelten Namen der Gefallenen und auch die Tragik für ihre Familien in Erinnerung zu rufen. Ein besonders dramatisches Schicksal ereilte die Familie von Otto Elwig, wie der Arbeitskreis herausfand. Der erste Sohn fiel im zweiten Weltkrieg 1943, der zweite 1944, der dritte 1945. Der Vierte überlebte die russische Kriegsgefangenschaft nicht. Elwig war Bäcker in Hitzhusen. Seine Bäckerei führten seine Enkel noch bis 1972 weiter, dann wurde sie geschlossen. 

 Während der Treffen werden Briefe und Fotos herumgereicht, und die älteren Teilnehmer können aus ihrer Erinnerung noch einiges aus der Dorfgeschichte erzählen. Von Elwigs Bäckerei gibt es beispielsweise noch ein altes Foto. Und es gab die Geschichte von einem heimkehrenden Soldaten, der mit einem Jagdflugzeug auf einem Kartoffelacker bei Hitzhusen landete. Eine andere handelt von einem Bauern, bei dem Kriegsgefangene trotz Verbots beim Essen mit am Tisch saßen. 

Selbstgemachte Marmelade zum Abschied

Claudia Peschel bedankte sich im Namen der Anwesenden bei Pastor Rahlmeier mit einem Präsentkorb. Darin lag ein „Kuschelkissen“ mit dem Schriftzug „Hitzhusen … mein Dorf“, selbstgemachte Marmelade oder Eier von Hühnern aus dem Dorf. Rahlmeier sagte: „34 Jahre war ich am Strom des Lebens durch Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten und Beerdigungenk. Ich bin dankbar für die Ehre, hier Pastor gewesen zu sein.“

Der Arbeitskreis will auch ohne Pastor Rahlmeier weitermachen. Er trifft sich in in loser Folge circa alle vier Wochen freitags im Dorfhaus.

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