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Segeberg „Gigantischer“ Weihnachtsmarkt
Lokales Segeberg „Gigantischer“ Weihnachtsmarkt
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20:30 15.12.2013
Von Isabelle Pantel
Chantal Zakowski aus Bad Bramstedt stellte auf dem Kunsthandwerkermarkt im Rathaus aus.
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Kaltenkirchen

Einer der vielen Höhepunkte war das Feuerwerk am späten Sonnabend, für das es riesigen Applaus gab. Aus Sicht der Kinder war allerdings ein anderer Programmpunkt wichtiger: das Wecken des Weihnachtsmannes (gespielt von Reinhard Trostmann aus Kaltenkirchen) bei der offiziellen Eröffnung des Marktes. Angefeuert von Andrea Ben Youssef schrien die Lütten nach Leibeskräften, bis in der Tür des Rathauses endlich die bekannte rote Mütze auftauchte. Dann gab es kein Halten mehr. Die große Kinderschar gruppierte sich eng um den Weihnachtsmann, der sofort seine Arbeit aufnahm und ein Geschenk nach dem anderen aus seinem Sack hervorzauberte.

 Der Ansturm war so groß, dass die erste Geschenkeladung schon unmittelbar nach dem Weihnachtsmannwecken verbraucht war. Aber die Organisatoren vom Kaltenkirchener Ring hatten vorgesorgt. „Insgesamt haben wir 30 Kilogramm Schokolade und 10 Kartons Mandarinen für die Kinder besorgt“, erzählte Jan Kohfahl aus dem Ring-Vorstand.

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 In der Holstenstraße, auf dem Rathausvorplatz und beim Rondell des grünen Marktes waren 60 Stände aufgebaut. Für Kinder gab es ein Karussell und mehrere Buden mit Geschicklichkeitsspielen. Entsprechend hoch war auch der Anteil der jungen Gäste in den Nachmittagsstunden. Viele liefen dem Weihnachtsmann über den Weg, der auch am Sonnabend und Sonntag unermüdlich im Einsatz war. Wenn er nicht gerade Geschenke austeilte, las er im Rathaus Geschichten vor oder stellte sich für Gruppenfotos zur Verfügung. Im Rathaus gastierte außerdem ein Kunsthandwerkermarkt und auch die Glasmalereiausstellung von Uwe Fossemer konnte besichtigt werden.

 Wer hungrig zum Weihnachtsmarkt gekommen war, konnte seinen Appetit an einem Großteil der Buden stillen. Dazu gab es ein reichhaltiges Angebot an heißen Getränken. Verkaufsschlager war angesichts der kalten Temperaturen der Glühwein, der an mehr als einem Dutzend Stände ausgeschenkt wurde.

 Beliebte Sammlerobjekte sind stets die Tassen mit der Aufschrift „Kaltenkirchener Weihnachtsmarkt“ und der entsprechenden Jahreszahl dazu. Der Jahrgang 2013 war allerdings nicht erhältlich. „Wir bestellen immer erst dann nach, wenn die Hälfte der Tassen kaputt oder verschwunden ist“, erklärte Andrea Ben Youssef. Zuletzt seien im vergangenen Jahr 1000 Stück geordert worden. Etwa 50 bis 70 Tassen werden alljährlich nach dem Markt vermisst. Besucher verzichten auf ihr Pfandgeld und nehmen sie mit nach Hause. „Das ist aber auch in Ordnung“, sagte Andrea Ben Youssef.

 Wenn in der Innenstadt wieder Normalität eingekehrt ist, hat der Ring-Vorstand trotzdem noch eine Menge in Sachen Weihnachtsmarkt zu tun. In dieser Woche müssen alle Briefe beantwortet werden, die Kinder im Briefkasten des Weihnachtsmannes vor dem Rathaus abgegeben haben. „Jeder bekommt eine persönliche Antwort“, versprach Jan Kohfahl.