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Segeberg Nur schleppende Nachfrage
Lokales Segeberg Nur schleppende Nachfrage
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20:30 01.09.2015
Von Alexander Christ
Ralf Pütz (von rechts), Regionalmanager des Oeringer Büros der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser, und Deutsche Glasfaser-Vertriebsmitarbeiter Andreas Dankert informierten während der so genannten Last-Order-Party im Restaurant am Ihlsee Günter Loose, Vorstand von Möbel Kraft, Niels Oumar sowie Bernd Jorkisch, Vizepräses der IHK Lübeck, über die weiteren Pläne des Glasfaserausbaus in Bad Segeberg. Quelle: ach
Bad Segeberg / Wahlstedt

„Die Frist wird in beiden Städten bis Montag, 26. Oktober, verlängert“, erklärte Regionalmanager Ralf Pütz aus Oering von der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser. Sehr zur Freude von Wahlstedts Bürgermeister Matthias Bonse. „Ich bin sehr glücklich, dass das Unternehmen diese Entscheidung getroffen hat. Glasfaser ist die Technologie der Zukunft und für die Menschen und Unternehmen in unserer Stadt im Wettbewerb mit anderen Kommunen mittelfristig unverzichtbar.“

 Und auch in der Ihlseesiedlung atmeten die Befürworter des Glasfaserausbaus durch, als sie die Nachricht von der Fristverlängerung erreichte. „Eine von der Industrie- und Handelskammer in Auftrag gegebene Umfrage unter Unternehmern in Schleswig-Holstein ergab, dass für sie schnelle Internetverbindungen inzwischen der wichtigste Standortfaktor sind“, erklärte Bernd Jorkisch aus Daldorf, Vizepräses der IHK Lübeck, bei der sogenannten Last-Order-Party im Restaurant am Ihlsee. Zudem sei Glasfaser ein wichtiger Wertsteigerungs-Faktor für jede Immobilie.

 Warum die Nachfrage nach Glasfaser in beiden Städten derzeit eher schleppend läuft, glaubt der für Wahlstedt und Bad Segeberg verantwortliche Vertriebsmitarbeiter Andreas Dankert zu wissen: „Die Erfahrungen in der Vergangenheit haben gezeigt, dass besonders in den Sommerferien wenig passiert. Viele Familien sind im Urlaub.“. Außerdem könne die Akquise in Städten nicht mit den bislang erfolgreichen Vertriebsmethoden in den Dörfern verglichen werden. Dort hätten zahlreiche sogenannte ehrenamtliche Multiplikatoren in der Nachbarschaft Überzeugungsarbeit geleistet und somit maßgeblich zum Erfolg der bisherigen Nachfragebündelungen beigetragen.

 Dass auch der zweite Anlauf in Wahlstedt-Ost und der Ihlseesiedlung scheitert, hält Dankert für ausgeschlossen. „Wir werden nun verstärkt Überzeugungsarbeit direkt vor Ort leisten.“ Die Details dieser neuen Strategie werden bereits in den nächsten Tagen entwickelt, und im Oktober werde mit der Nachfragebündelung in den restlichen Gebieten Bad Segebergs und Wahlstedt begonnen.

 Breitbandanschlüsse der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser ermöglichen Datenübertragungsgeschwindigkeiten von mindestens 100 Megabit pro Sekunde sowie Telefonie und digitalen Fernsehempfang. Die Anschlüsse sind während der Phase der Nachfragebündelung kostenfrei. Für den Komplettausbau Bad Segebergs und Wahlstedt hat die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser mit Stammsitz in Borken (Nordrhein-Westfalen) 17,2 Millionen Euro bereitgestellt. Die Kommunen müssen kein Geld investieren. Öffentliche Fördermittel werden ebenfalls nicht in Anspruch genommen.

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