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Segeberg Millionenfacher Glücksklee
Lokales Segeberg Millionenfacher Glücksklee
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07:00 12.12.2015
Von Detlef Dreessen
Hartwig und Ulrike Bull ziehen in Gönnebek Hunderttausende von Glückskleepflanzen heran. In die Töpfe stecken sie Glücksbringer zum Jahreswechsel. Quelle: Detlef Dreessen
Gönnebek

Im September bekommt der staatlich geprüfte Agrarbetriebswirt und Gartenbaumeister fünf Millionen Zwiebeln aus Holland. Sie werden in Töpfe gelegt und bis Dezember aufgezogen.

Dass Glücksklee unterm Kopfkissen schöne Träume bringt oder Schulnoten verbessert, ist für Hartwig Bull (46) keine Frage. Er und seine Frau Ulrike leben in einem Meer von Glückskleepflanzen - und sind fest entschlossen, dieses Glück mit Menschen in ganz Deutschland zu teilen.

 Wenige Tage vor Weihnachten beginnt die richtige Arbeit. Denn zum Verkaufsschlager wird der Klee erst, wenn er mit allerhand Accessoires bereichert wird.

 400000 Schornsteinfeger, Schweinchen, Jahreszahlen, Fontänen, Pilze und Hufeisen liegen in großen Kartons im Gewächshaus. Stück für Stück sind sie nach den Vorstellungen von Hartwig Bull angefertigt. „Junge Leute mögen es glitzernd, ältere lieber mit Keramik“, weiß der Gärtner. 35 Kombinationen hat er im Repertoire.

 Damit alle Gestecke bis zum 30. Dezember auf Tour gehen, setzt Bull auf perfekte Organisation. Schon Tage bevor das große Zusammenstecken beginnt, werden die Töpfe vorbereitet und Schornsteinfeger bereit gelegt. Ab dem 21. Dezember läuft dann alles wie am Schnürchen. 50 fleißige Hände von Mitarbeitern, Schülern und Saisonkräften packen unermüdlich - auch Weihnachten. Die Mitarbeiter bekommen zu Weihnachten einen Tag frei, Hartwig Bull und seine Frau Ulrike dagegen stecken Glücksklee, während andere sich der Weihnachtsgans widmen.

 Täglich geht es dann in Richtung Großhandel, wo Floristen von Flensburg bis Wien Töpfe abholen. Die Kunden wissen, dass sie auf das Glück aus Gönnebek setzen können. 70 Prozent der Produktion sind schon vor dem ersten Tag bestellt. „Die anderen 30 Prozent gehen aber auch immer weg“, berichtet Hartwig Bull. Und zwar vor Silvester. „Da machen wir frei.“

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