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Segeberg Mit der Kamera die Tierwelt eingefangen
Lokales Segeberg Mit der Kamera die Tierwelt eingefangen
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18:00 03.08.2017
Von Einar Behn
Die Hirsche zu filmen, fordert den jungen Leuten im Jugendfilmcamp Geduld ab. Quelle: Einar Behn
Großenaspe

Heinz Sielmann hatte in den 80er-Jahren mit seiner Sendung „Umfriedete Wildbahn“ bewiesen, dass auch Wildparks, darunter Eekholt, Orte sind, in denen eindrucksvolle Tieraufnahmen gelingen. Mit dabei war damals Kameramann Dieter Hoese. In dieser und der nächsten Woche ist Hoese, selbst längst im Pensionsalter, wieder im Wildpark Eekholt, dreht mit jungen Leuten kurze Tierfilme für das im September stattfindende Internationalen Green-Screen-Naturfilmfestival in Eckernförde.

Hoese sagt: „Green Screen und der Wildpark Eekholt haben das selbe Ziel: Jugendliche für die Schönheit der Natur zu begeistern und sie im Sinne Heinz Sielmanns zu den Naturschützern von morgen zu machen.“ Der 2006 gestorbene Tierfilmer Sielmann ("Expeditionen ins Tierreich) war als Freund des Eekholt-Gründers Hans-Heinrich Hatlapa häufig im Wildpark zu Besuch.

In dieser Woche nun wandeln vier Drehteams mit jeweils drei bis vier Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahre auf den Spuren der Tierfilmerlegende. Keno Jargstorf (13) aus Henstedt-Ulzburg, Sebastian Kutterrolf aus Laboe (17) und Michel Lorenzen aus Eckernförde (16) wollen das Bleßwild filmen, eine sehr selten gewordene Variante des Rotwildes. Jeden Tag gehen sie zu dem Gehege, beobachten das Verhalten der Tiere und versuchen möglichst spannende Motive einzufangen. „Das Puschelmikrofon mögen die Hirsche nicht. Die hauen dann ab, und dann heißt es Geduld bewahren, bis sie wieder näher kommen“, weiß Ute Kröger, Leiterin der Wildparkschule. „Die Jugendlichen müssen sich der Natur unterordnen, was vielen 14- oder 15-Jährigen nicht immer leicht fällt“, so die Biologin. Und manche Illusion muss den Schülern auch genommen werden. „Spektakuläres, wie der Fuchs, der im Sprung eine Maus fängt, lässt sich hier leider nicht filmen“. Dazu fehle schlichtweg die Zeit. Die Themen der vier Drehteams klingen dann auch deutlich realistischer: „Vorstellung der Familie der Marderartigen“, „Falkner für einen Tag“, „die Arterhaltung des Bleßwildes“ und „Was sind die Aufgaben eines Wildparks?“

 Nach den Filmaufnahmen geht es für die Teams in eine Holzhütte in der Wildparkschule. Dann heißt es: schneiden, schneiden, schneiden – eine wahre Sisyphusarbeit. Etliche Stunden Filmmaterial sind zusammengekommen, auch bei Lena Greiner (15) aus Bad Segeberg. Sie sitzt vor dem Laptop, auf dem Bildschirm wuselt ein Dachs herum. Gute Sequenzen werden zu einem Film zusammengebaut. Das Thema von Lenas Gruppe ist, die „Familie der Marderartigen“ vorzustellen, dazu gehören Dachse, Iltisse aber auch Fischotter. „Wir wollen zeigen, was die Tiere verbindet, beispielsweise, dass sie Allesfresser sind und einen ähnlichen Körperbau haben“. Lena ist schon zum dritten Mal dabei. Ist Tierfilmer auch ihr Berufswunsch? „Nein, eigentlich nicht“, antwortet sie, „aber Spaß macht es auf jeden Fall.“

Viele haben ihn in der Nacht gehört: den Hubschrauber, der eine ganze Weile am Himmel kreiste. Die Besatzung beteiligte sich an der Suche nach Einbrechern, die zuvor in den Obi-Baumarkt eingedrungen waren. Der Polizei gelang es schließlich, zwei tatverdächtige Männer festzunehmen.

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