Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segeberg Neuer Versuch: Keine Lkw auf dem Bleeck
Lokales Segeberg Neuer Versuch: Keine Lkw auf dem Bleeck
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:27 14.08.2019
Von Einar Behn
Der Bleeck ist als "verkehrsberuhigte Geschäftszone" ausgewiesen, doch ohne Unterlass rollt hier ein Auto nach dem anderen durch. Laster waren, als der Fotograf sich für eine viertel Stunde an die Straße stellte, kaum darunter. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Die Grünen haben einen Antrag an den Planungsausschuss gestellt, der am Montag, 19. August, ab 19 Uhr öffentlich im Schloss tagt. Darin wird Bürgermeisterin Verena Jeske aufgefordert, in der Angelegenheit erneut beim Kreis Segeberg vorstellig zu werden. Seit dem ersten Ablehnen des Lkw-Verbotes durch die Kreisverkehrsaufsicht habe sich „nichts verändert“, schreiben die Grünen. Soll heißen: Auch vier Jahre später hat der Umbau des Bleecks die Lastwagenfahrer nicht abschrecken können.

Zahlen zum Lkw-Verkehr fehlen

Mit Zahlen belegt ist das jedoch nicht. Die Segeberger Zeitung stellte sich am Dienstagvormittag für 20 Minuten auf den Bleeck. Es kamen fünf Lkw vorbei, die augenscheinlich über 7,5 Tonnen wiegen: zwei Linienbusse, ein Getränkelaster, ein Baustellenfahrzeug und ein Klein-Lkw mit Hebebühne ohne Aufschrift. Sie alle dürfen wohl Ziele in Bad Bramstedt angesteuert haben. Sattelzüge oder andere große Lkw waren nicht darunter. Stattdessen rollte aber eine nicht abreißen wollende Schlange an Pkw durchs Stadtzentrum.

Umfangreiche Begründung vom Kreis

Ob die Bürgermeisterin mit einem neuen Versuch mehr Erfolg haben wird, ist zweifelhaft. SPD-Fraktionsvorsitzender Jan-Uwe Schadendorf hatte sich erst vor einem knappen Jahr an die Kreisverkehrsaufsicht gewandt und von dort eine umfangreiche Begründung erhalten, warum ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen nicht eingerichtet werde. Darin heißt es unter anderem, Verbote dürften nur dort angeordnet werden, wo die Sicherheit des Verkehrs dies erfordere. Es müsse „aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage“ bestehen. Die vermag aber der Leiter der Behörde, Michael Krüger, für den Bleeck nicht zu erkennen. Im Gegenteil, durch die Umgehungsstraße habe der Verkehr in der Innenstadt „nachweislich“ abgenommen. 

Sperrung nicht zu rechtfertigen

Krüger schreibt: „Derzeit sind mir keine belastbaren, objektiv nachvollziehbaren Gründe bekannt, die eine Sperrung des Bleecks für den Lkw-Durchgangsverkehr rechtfertigen würden.“ 

 Den Kommunalpolitikern geht es aber nicht allein um die Sicherheit sondern auch um die Aufenthaltsqualität auf dem Marktplatz, der für immerhin 1,5 Millionen Euro umgebaut wurde. Die leidet, nicht nur auf dem Bleeck, ganz erheblich unter der täglichem Blechlawine, die aber offensichtlich zum weitaus größten Teil aus Pkw besteht und damit von den Bad Bramstedtern „hausgemacht“ sein dürfte.

Jeske will Tempo 30 im Maienbeeck

Bürgermeisterin Verena Jeske hatte sich auch schon für eine Verkehrsberuhigung in der gesamten Innenstadt ausgesprochen. Zunächst sollte ihrer Meinung nach im Maienbeeck Tempo 30 angeordnet werden, was aber wiederum in die Zuständigkeit der Kreisverkehrsaufsicht fällt, da die Stadt eine solche Behörde nicht selbst betreibt. Bisher gibt es dazu noch keine Antwort aus Bad Segeberg.

Bereits zum zweiten Mal in Folge wurden an der für den Durchgangsverkehr gesperrten Straße Steinlohredder/Lindenbergredder zwischen Oering und Itzstedt die Hinweisschilder auf die Sperrung geklaut. Laut Oerings Bürgermeister Bodo Nagel (WGO) wurde Anzeige erstattet.

Nicole Scholmann 14.08.2019
Segeberg Sichtweisen "unvereinbar" - Kein Kompromiss am Nelkenweg in Sicht

In Sachen Nelkenweg wird die Stadtvertretung in Bad Segeberg eine sehr unbequeme und für einige Beteiligte höchst schmerzhafte Entscheidung treffen müssen: Auch nach drei Abstimmungsgesprächen zur Bebauung der Brachfläche stehen sich Investoren und Anwohner nach wie vor unversöhnlich gegenüber.

Michael Stamp 13.08.2019

Ein Jaguar-Fahrer verlor auf der A7 bei starkem Regen die Kontrolle über sein Luxusauto und krachte bei Quickborn gegen drei andere Fahrzeuge. Sieben Menschen wurden verletzt, einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr.

Nicole Scholmann 14.08.2019