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Segeberg Henstedter sorgen sich um Bebauung
Lokales Segeberg Henstedter sorgen sich um Bebauung
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06:10 11.04.2019
Von Nicole Scholmann
Karl Zang (von links), Thomas und Martina Hoffmann, Britta de Camp-Zang, Anke Büll, Guido Stock und Heike Steen haben Bedenken gegen die Pläne der Innenverdichtung an ihrer Pommernstraße und möchten gerne bei der Entwicklung beteiligt werden. Quelle: Nicole Scholmann
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Henstedt-Ulzburg

Das Planungsbüro SWUP aus Quickborn stellte im Bauausschuss mehrere Varianten einer möglichen Bebauung vor. Dabei reichen die Möglichkeiten gerade für eine brachliegende Fläche direkt in der Mitte der ringförmigen Straße von 55 bis 77 Wohneinheiten, die dort geschaffen werden könnten. Geht man von 3,5 Bewohner pro Wohnung aus, könnten allein dort 192 bis 270 Menschen ein neues Zuhause finden. Vorstellen kann sich Planer und SWUP-Geschäftsführer Karl Wefers eine mehrgeschossige Bauweise. Das Mittelgrundstück, um die sich die Hauptdiskussion dreht, ist derzeit im Besitz zweier unterschiedlicher Eigentümer.

Anwohner in henstedt sind in Aufregung

Wie ein Lauffeuer hatte sich das Vorhaben unter den Nachbarn der Siedlung herumgesprochen. Nach Auskunft einiger engagierter Anwohner sind die alten Siedlungshäuser in den 50er und 60er Jahren gebaut worden. Mittlerweile seien an der Pommernstraße viele der bis zu 2000 Quadratmeter großen Grundstücke geteilt und mit einem zweiten Haus bebaut worden. Gegen neue Häuser und neue Bürger haben die derzeitigen Bewohner der Straße generell nichts, allerdings stören sie sich daran, dass sie bisher nicht beteiligt worden seien.

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Straßenverkehr an Pommernstraße würde extrem zunehmen

Auch die zusätzlichen Verkehre sorgen für Stirnrunzeln. Der Stellplatzbedarf liegt allein für das Mittelstück bei 99 bis 138 Plätzen. Abgesehen davon würde der Straßenverkehr extrem zunehmen.

Die Fraktionen haben das Bebauungskonzept des Büros SWUP zur Kenntnis genommen und wollen sich erst intern damit beschäftigen. Die Anwohner hoffen, dass ihren Anliegen Gehör geschenkt werde und fordern Beteiligung. „Wir glauben, dass einige Politiker sich das hier bei uns noch nie angesehen haben“, heißt es aus den Reihen der Betroffenen.

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