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Segeberg Demo für Kinderbetreuung
Lokales Segeberg Demo für Kinderbetreuung
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13:08 28.01.2019
Von Gunnar Müller
Mehr als 150 Kinder, Mütter und Väter demonstrierten in Henstedt-Ulzburg am Montagmorgen gegen die Hort-Situation. Quelle: Gunnar Müller
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Henstedt-Ulzburg

Mitinitiatorin Jessica Hansen gab für die Demo schon vor Beginn die verbale Marschroute vor: "Das wird definitiv keine Krawalldemo." Aber man wolle laut werden und auf die Situation aufmerksam machen.

Mit Trillerpfeifen, Trommeln, Rasseln und selbstgestalteten Plakaten mit ihren Forderungen zogen die Demo-Teilnehmer vom Kindergarten in der Schulstraße bis zum rund ein Kilometer entfernten Rathaus. Dort nahm Rathauschef die Demoteilnehmer in Empfang und bat sie zu einer Frage- und Antwortstunde in den Ratssaal.

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Vor kurzem erst sprach sich unter den Eltern herum, dass die Gemeinde ab August für Erstklässler keine Hortplätze mehr zur Verfügung stellen kann. Bereits in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses waren mehrere Dutzend Eltern gekommen, um ihrem Ärger Luft zu machen. Damals stellte Bürgermeister Bauer noch vor der Sitzung klar, dass es sich um eine Falschmeldung handele.

Einige Eltern saßen Falschmeldung auf

Die Gemeinde werde natürlich Hortplätze zur Verfügung stellen. Aber es könne sein, dass möglicherweise nicht alle Kinder einen Platz erhalten könnten. In Henstedt-Ulzburg gibt es zurzeit in den vier Horten in den Kitas Abschiedskoppel, Bürgerhaus, Schulstraße und Theodor-Storm-Straße insgesamt 540 Hortplätze - und für diese Zahl hat die Gemeinde eine Betriebserlaubnis des Kreises Segeberg.

Bauer dankte für die vielen konstruktiven Ideen der anwesenden Eltern, warnte zugleich aber auch vor zu hohen Erwartungen einer raschen Umsetzung. Neben Zuständigkeitsfragen und Raumnot, stelle Fachpersonalmangel das Hauptproblem dar, so Bauer. Es fehlten Erzieher und sozialpädagogische Assistenten.

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