Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segeberg Marode Holzbrücke soll weg
Lokales Segeberg Marode Holzbrücke soll weg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:13 14.11.2018
Von Nicole Scholmann
Foto: Norbert Wenk, Johann Schümann und Ernst Lohse setzen sich dafür ein, dass die Holzbrücke in der Oberalsterniederung erhalten bleibt.
Norbert Wenk, Johann Schümann und Ernst Lohse setzen sich dafür ein, dass die Holzbrücke in der Oberalsterniederung erhalten bleibt. Quelle: Nicole Scholmann
Anzeige
Henstedt-Ulzburg

Ernst Lohse, Norbert Wenk und Johann Schümann sind sauer über Pläne des Landes, die Holzbrücke im Naturschutzgebiet Oberalsterniederung abzureißen. Stattdessen sollen Pflegefahrzeuge und Spaziergänger durch eine Furt durch die Alster geleitet werden. Andreas Fischer vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) kann die Aufregung nicht verstehen, da diese Maßnahme bereits vor Monaten diskutiert worden sei. Man warte nun auf die Genehmigung der Unteren Wasserbehörde des Kreises Segeberg. Voraussichtlich im Sommer 2019 könne dann die marode Brücke abgerissen werden und die Alster in dem Bereich naturnah gestaltet werden.

„Der Zustand der Brücke ist noch brauchbar“, meint Lohse, der als einer der Gebietsbetreuer für die Oberalsterniederung zuständig ist. „Mit Galopp zurück in die Steinzeit“ – so lautet die Einschätzung von Jäger Norbert Wenk. Eine Furt durch die Alster, und das auch noch im Moorgebiet, dafür haben die drei engagierten Bürger kein Verständnis.

LKN-Mitarbeiter Fischer beruhigt die besorgten Naturfreunde: Selbstverständlich werde es einen tragfähigen Unterbau für die Alsterdurchfahrt geben. „Da wird es reichlich Erdbewegung geben, damit die Furt sicher zum Durchfahren ist“, betont Fischer. Ein Planungsbüro habe sich Gedanken gemacht und die Maßnahme ausgearbeitet. Mit dem Nabu und der Stiftung Naturschutz sei alles besprochen und abgeklärt. Auf einer Fläche der Stiftung in der Nähe der Schlappenmoorbrücke gibt es eine Orchideenwiese, die gepflegt werden müsse. Die Traktoren, die dort eingesetzt werden, können nach Meinung des LKN ohne Probleme eine Alster-Durchfahrt nutzen. Ausnahme ist Hochwasser. Dann fahre dort keiner durch. Für Fußgänger soll es laut Fischer Trittsteine geben, damit sie trockenen Fußes durch die Alster gelangen.

Nicole Scholmann 13.11.2018
27.11.2018