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18:00 02.08.2016
Ein Mann, der anpackt: Wolfgang Hellmann aus Henstedt-Ulzburg wurde während der außerordentlichen Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes Segeberg der Gartenfreunde zum neuen Vorsitzenden gewählt. Quelle: Thomas Maibom
Henstedt-Ulzburg

Hellmann sieht sich als Vermittler: sowohl zwischen dem Landesverband und den Vereinen als auch zwischen unzufriedenen Gartenpächtern und deren lokalen Vorständen.

 Kurz nach seiner Wahl durch alle 49 anwesenden Delegierte während einer außerordentlichen Versammlung beim gastgebenden Kleingartenverein Bad Bramstedt war Hellmann schon als Schlichter gefordert. Denn die Wahl der neuen Beisitzerin Kerstin Krämer aus Norderstedt war von einem Mitgliedsverein angefochten worden. Hellmann hatte daraufhin den Landesverband um Hilfe gebeten. „Wir sind ja alle keine Rechtsexperten.“ Das Ergebnis: Es hatte einen Formfehler gegeben, die Beisitzerwahl wurde annulliert.

 Hellmann gilt als Mann der Tat. Der Flugzeugmechaniker war in der Horner Marsch (Hamburg), wo der einst größte Kleingartenverein Deutschlands liegt, aufgewachsen. 1973 verschlug es ihn nach Henstedt-Ulzburg, wo er erst eine Parzelle und schon wenige Monate später den Posten des Obmanns übernahm. 2008 wurde er Vorsitzender des Vereins der Gartenfreunde Henstedt-Ulzburg.

 In seinem Beruf hat Hellmann in der halben Welt gearbeitet. Sein Namensschild an seiner Parzelle trägt auch arabische Schrift.

 In jeder Kleingartenanlage gibt es Pächter, die nicht richtig mitziehen. „Wenn wir zur Gemeinschaftsarbeit aufrufen, sind alle dabei. Aber bei Sommerfesten klinkt sich ein Teil der Pächter aus“, weiß Hellmann. Häufig seien das Pächter mit Migrationshintergrund. Er hat Verständnis. „Diese Leute kommen aus einem anderen Kulturkreis und feiern oft anders als wir. Sie können mit unserem Verständnis von Festen wenig anfangen.“ Aber er hat schon eine Idee, wie er diese Pächter mit ins Boot bekommt: „Ein Fest der Nationen wäre eine Gelegenheit, dass unsere Migranten ihre Kultur vorstellen. Das Interesse daran ist jedenfalls vorhanden.“

 Die Integration ausländischer Kleingärtner ist ihm wichtig. Gerade Zuzügler aus Osteuropa drängen vermehrt in die Parzellen. In ihrer Heimat hatten sie ihre Datscha, wo sie Obst und Gemüse für den eigenen Bedarf anbauten, hier erfüllen die Kleingärten diesen Zweck. Dieses Thema sieht Hellmann aber weniger auf Kreisebene als wichtig an, sondern vor Ort:. „So etwas müssen die Vereine eigenständig regeln.“

 Kleingärtner haben viel Redebedarf. So gesehen war es nicht selbstverständlich, dass Hellmann mit 100 Prozent Zustimmung gewählt wurde. Diskussionswünschen hatte der stellvertretende Kreisvorsitzende Andreas Hanuschik aus Norderstedt mit der Tagesordnung einen Riegel vorgeschoben. „Es galt nach dem Tod von Klaus-Dieter Eich einen neuen Vorsitzenden zu finden. Also kamen auf die Tagesordnung nur das Gedenken an den Verstorbenen, die Begrüßung und Wahlen“, sagt Hanuschik. Lediglich 14 Minuten dauerte die Versammlung.

 Abseits der Amtsaufgaben wird Wolfgang Hellmann Zeit finden, sich seinem Garten und dem Lieblingsgemüse zu widmen. „Selbst gezogener Knoblauch ist einfach etwas Feines“, betont er. Angesichts der verbandsinternen Herausforderungen kommt ihm dann vielleicht auch zugute, dass der beliebten Gewürzpflanze infarktvorbeugende Wirkung nachgesagt wird.

 Die Vorsitzendenwahl im Kreisverband war nötig geworden, weil am 11. Juni überraschend Amtsinhaber Klaus-Dieter Eich (Ellerau/Quickborn) gestorben war.

In der „Langen Nacht der Gärten“ am Sonnabend, 6. August, gibt es für Gartenfreunde viele anregende Ideen rund um Rasen, Rosen und Rabatten. Eine besonders originelle Anlage öffnet sich in Wahlstedt in der Straße Am Eichengrund den Besuchern: ein Nordseestrand samt Buhnen und Liegestuhl.

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