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Segeberg Mehrheit lehnt neue Fachstelle ab
Lokales Segeberg Mehrheit lehnt neue Fachstelle ab
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06:00 08.12.2018
Von Nicole Scholmann
Puppenköpfe als Symbol für beschädigte Seelen: Die von der Verwaltung geforderte pädagogische Fachstelle, die sich um Kinderschutz kümmert, wurde abgelehnt. Quelle: dpa
Henstedt-Ulzburg

Die beiden Wählergemeinschaften WHU und BFB sowie die FDP (6 Stimmen) setzten sich gegen CDU und SPD (5 Stimmen) durch. Vorausgegangen waren monatelange verbissene und hitzige Diskussionen in der Öffentlichkeit und hinter verschlossenen Türen. Bereits im Sommer war die Verwaltung mit dem Vorschlag in den Ausschuss gegangen, dass eine pädagogische Fachstelle eingerichtet werden soll, die sich um Kinderschutz und Schulträgerangelegenheiten kümmern sollte.

Bisher werden die Aufgaben von einer Verwaltungsmitarbeiterin übernommen, die allerdings auch die Kita-Fachberatung im Auge behalten muss. 80 Prozent ihrer Tätigkeit – so die Aussagen der Verwaltung – drehen sich rund um den Kinderschutz. Mit Einrichtung des Eigenbetriebes für die zehn Kitas der Gemeinde bot sich nun die Chance, die ursprüngliche Stelle dem Eigenbetrieb als Kita-Fachberatung unterzuordnen und einen neuen Arbeitsplatz für Kinderschutz einzurichten.

BFB: "Zwei Stellen sind unnötig!"

Tile Abel (BFB) bekräftigte, dass zwei Vollzeitstellen unnötig seien und man bisher doch gut gefahren sei. Zudem gebe es das Kreisjugendamt, dass bei Kindeswohlgefährdungen eingreife.

Horst Ostwald (SPD) verwies auf die Empfehlungen von Kreisverwaltung, Ministerium und den Leitern des Kita-Eigenbetriebes, wonach eine pädagogische Fachstelle „zu begrüßen“ sei. „Ich höre gerne auf die Fachleute“, sagte Ostwald und machte sich stark für die Stelle. Gleichstellungsbeauftragte Svenja Gruber appellierte an die Ausschussmitglieder, sich für die neue Stelle zu entscheiden.  Obwohl die Verwaltungsmitarbeiter und Bürgermeister Stefan Bauer gekämpft hatten wie die Löwen, zogen ihre Argumente nicht. Die Mehrheit der Ausschussmitglieder lehnte die zusätzliche Stelle ab. Katrin Iversen (WHU): „Das sind ja nur Empfehlungen.“

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