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Segeberg Mit Pia zum Fachpersonal
Lokales Segeberg Mit Pia zum Fachpersonal
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14:18 01.06.2019
Von Nicole Scholmann
Kita-Leiterin Roswitha Hanke mit Zoe, Mila und Milena in der Kita Tiedenkamp. Hanke freut sich sehr, dass die Gemeinde ab dem Sommer Erzieher ausbildet. Quelle: Nicole Scholmann
Henstedt-Ulzburg

Ab dem 1. August bildet der Kita-Eigenbetrieb, der zu 100 Prozent zur Gemeinde Henstedt-Ulzburg gehört, Erzieher und damit Fachkräfte aus. In Kooperation mit der Stadt Norderstedt und den Berufsbildungszentrum Bad Segeberg mit dem Standort in Norderstedt werden insgesamt 25 Männer und Frauen in den kommenden drei Jahren in Theorie und Praxis ausgebildet. Sechs Plätze hat Henstedt-Ulzburg „ergattern“ können, die restlichen gehen an die Stadt Norderstedt sowie freie Träger. Beworben hatten sich allein für die Stellen in der Großgemeinde nahezu 60 Interessierte, von denen fünf Frauen und ein Mann ausgewählt wurden.

„Ich komme aus Berlin, da ist diese Art der Ausbildung üblich“, sagt Schilling. In der Pia werden die Azubis drei Tage die Woche die Schule besuchen und zwei Tage in Kindertagesstätten ihren Praxisteil absolvieren. In den Ferien geht es komplett in die Betreuungseinrichtungen. Durch die feste Mitarbeit in den Kitas ist laut Schilling der Bezug zwischen Theorie und Praxis deutlich stärker gegeben. „Das ist eben nicht eine rein schulische Ausbildung.“ Gehen die angehenden Erzieher nur zur Schule, haben sie zwar Praktika – aber eben nicht die Verbindung über Jahre zu einer einzigen Kita. Auch für die Kinder ergeben sich laut Schilling große Vorteile: Sie kennen die Mitarbeiter über einen langen Zeitraum hinweg und fassen so Vertrauen, das enorm wichtig in der Betreuungsarbeit sei. In Henstedt-Ulzburg werden die Azubis in den Kitas Moorweg, Beckersberg, Theodor-Storm-Straße, Bürgerhaus, Kranichstraße und Schulstraße eingesetzt.

Auszubildene bekommen ein Gehalt

Weiterer Vorteil für die Absolventen dieser Ausbildung: Sie bekommen für ihre Arbeit nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes Lohn. Die rein schulische Ausbildung muss selbst finanziert werden. „Das ist für diese Region eine bahnbrechende Entwicklung“, ist sich Schilling sicher. Er kennt im Norden nur ähnliche Angebote in Mölln und Schleswig, die dort als Pilotprojekte laufen. Bereits im ersten Ausbildungsjahr werden monatlich über 1000 Euro gezahlt. Zudem gibt es 30 Tage Urlaub.

Zu wenig Erzieher sind auf dem Arbeitsmarkt

Der Bedarf an pädagogischen Fachkräften ist sehr hoch, fast jeder Träger von Betreuungseinrichtungen hat laut Mathias Schilling unbesetzte Stellen. „Es gibt zu wenig Erzieher auf dem Markt“, sagt der Eigenbetrieb-Leiter. Dabei sei es so gut wie sicher, als Erzieher einen Arbeitsplatz zu bekommen. Und: „Die Arbeit mit Kindern ist toll.“ Im Kita-Eigenbetrieb Henstedt-Ulzburg sind gut 200 Angestellte in den zehn Kitas tätig. Dennoch fehlen fast permanent zehn Kräfte, Stellen bleiben unbesetzt, die Personaldecke ist eng geschnürt. Wenn ein Erzieher ausfalle reiße das gleich ein Loch ins ganze System. Die Kitas seien geradezu laufend unterbesetzt, was aber immer sehr stark schwanke. Werde eine Erzieherin schwanger, gehe sie sofort aus der Betreuung raus.

Pilotprojekt, das bei allen gut ankommt

Mathias Schilling, der sich sehr für die Pia eingesetzt hat, hofft, durch dieses Angebot neue Fachkräfte für die Kitas der Gemeinde zu gewinnen. Er sieht das Pilotprojekt Pia als Startschuss und Signal. Bei der Kommunalpolitik hat er schnell Zustimmung erhalten, und auch seine Mitarbeiter waren von Beginn an begeistert von diesem neuen Weg. „Das ist großartig“, sagt beispielsweise Roswitha Hanke, die seit sieben Jahren die Kita Tiedenkamp leitet. Das sei eine sehr gute Maßnahme, um ausgebildetes Personal zu bekommen.

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