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Segeberg Schlappenmoorbrücke soll bleiben
Lokales Segeberg Schlappenmoorbrücke soll bleiben
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19:12 27.08.2019
Von Nicole Scholmann
Die Brücke über den Alsterlauf ist zurzeit aufgrund des schlechten Zustandes für Fahrzeuge über 2,5 Tonnen Gewicht gesperrt. Quelle: Nicole Scholmann
Henstedt-Ulzburg

Am Montagabend diskutierten und rangen die Kommunalpolitiker lange nicht nur mit sich, sondern auch mit der Verwaltung. Weder Bürgermeister Stefan Bauer noch sein Bauamtsleiter Jörn Mohr schienen begeistert, dass Henstedt-Ulzburg sich die Brücke ans Bein binden will, denn: Das marode Bauwerk gehört dem Land Schleswig-Holstein. Das wiederum möchte die Brücke abreißen und durch eine Furt durch die Alster ersetzen. Das rief bereits vor Monaten einige Kommunalpolitiker auf den Plan. Mittlerweile wollen alle Fraktionen – CDU, SPD, WHU, Bündnis 90/Die Grünen, BFB und FDP – das Bauwerk retten.

Schlappenmoorbrücke gehört dem Land

„Wir beschäftigen uns hier mit Dingen, mit denen wir im Grunde nicht zu tun haben“, erklärte Amtsleiter Mohr, der mehrfach auf die Eigentumsverhältnisse hinwies. Im intensiven Austausch mit dem Land sei den Verwaltungsmitarbeitern aus Henstedt-Ulzburg schnell klar geworden, dass das Ministerium das baufällige Holzbauwerk am liebsten loswerden wolle. Auch der zuständige Gewässerpflegeverband habe einen Abriss empfohlen. Das Land habe das Angebot gemacht, sich an den Sanierungskosten zu beteiligen, wenn Henstedt-Ulzburg die Alsterbrücke übernehmen würde. 

Planungsbüro muss Kosten ermitteln

„Wir möchten die Brücke erhalten“, erklärte Ausschussvorsitzender Dirk Rohlfing (BFB) und eröffnete damit den Reigen der Befürworter. Sorgen bereiten unter anderem Horst Ostwald (SPD) allerdings die Kosten, die durch Neubau und Unterhaltung auf die Gemeinde zukomme. Er forderte eine Kostenaufstellung der Verwaltung, die bislang nicht vorliege. Dafür brauche man zunächst den Beschluss, die Brücke in Eigentum zu nehmen, erklärte Bürgermeister Bauer vehement. Zu diesem Zeitpunkt sei das nicht möglich, da das Bauwerk sich ja gar nicht im Besitz der Gemeinde befinde. Wenn es der Wille der Politik sei, müsse ein Planungsbüro samt Statiker beauftragt werden. „Ohne Kostenplan können wir das hier doch gar nicht entscheiden“, erklärte ein sichtbar verärgerter Ostwald. Verwaltungschef Bauer wagte die Prognose, dass alleine das Bauwerk zwischen 25 000 und 40 000 Euro kosten könnte. Voraussetzung sei, dass es keine Schäden am Fundament gebe. 

Bauhof in Henstedt-Ulzburg hat schon Brücken gebaut

Der Hinweis von Verena Grützbach (WHU), dass doch der Baubetriebshof der Gemeinde einen neuen Übergang herstellen könnte, griff Bauer auf. „Der Baubetriebshof hat schon exzellente Brücken in Henstedt-Ulzburg gebaut“, betonte er. Aber auch dort der Hinweis: Ein Fachmann müsse sich das 1976 zuletzt ersetzte Bauwerk ansehen. 

Die Brücke über den Alsterlauf ist zurzeit aufgrund des schlechten Zustandes für Fahrzeuge über 2,5 Tonnen Gewicht gesperrt. Sollte es Ersatz geben, müsste dieser mindestens 4 Tonnen Gewicht aushalten, waren die Politiker sich einig. Damit soll Lohnunternehmern die Chance gegeben werden, die Wiesen zu erreichen. Einstimmig beschlossen die Ausschussmitglieder, dass die Brücke übernommen wird und die Verwaltung die Kosten ermitteln soll. 

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