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Segeberg Ein "Aushängeschild" für den Ort
Lokales Segeberg Ein "Aushängeschild" für den Ort
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20:36 29.05.2017
Von Detlef Dreessen
Premiere gelungen: Das erste Konzert im Saal des Seedorfer Herrenhauses war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Quelle: Detlef Dreessen
Seedorf

90 sommerlich gekleidete Gäste kamen zur Veranstaltungspremiere im 1697 erbauten Herrenhaus. Sie verfolgten sie ein zwei Stunden langes Konzert, das wie auf den Saal mit seinen beiden Kronleuchtern, Ölgemälden und Stuckaturen zugeschnitten schien. Wagners Salonquartett spielte Walzer, Polkas und Quadrillen der beiden Wiener Komponisten Johann Strauss sen. (1804-1849) und Johann Strauss jun. (1825-1899).

Die ebenso festliche wie beschwingte Stimmung war selbst draußen bis zum Torhaus zu vernehmen, da Musik und Applaus weit durch die geöffneten Fenster zu hören waren. Auch Seedorfs Bürgermeister Gerd Lentföhr war begeistert. „Ich bin sehr froh, dass das gesamte Herrenhaus und das ganze Ensemble erhalten bleibt. Für die Gemeinde ist es ein Aushängeschild.“

Martin Karl-Wagner, Namensgeber und Leiter des Ensembles, moderierte das Konzert ebenso unterhaltsam wie fachlich versiert. So verriet er die familiären Hintergründe der Strauss-Familie. Vater Strauss hatte viele Frauengeschichten und widmete den Damen jeweils Kompositionen wie die „Beliebte Kathinka-Polka“. Als er die Familie verließ, musste Sohn Johann seine Mutter und seine beiden Brüder ernähren und tat dies mit Erfolg als „Walzerkönig“. Der Walzer „An der schönen blauen Donau“, der vor 150 Jahren für den Wiener Männergesang-Verein komponiert wurde, war denn auch der Höhepunkt des Konzerts.

Hausherr Dietger Hartmut Bernot kann sich nun weitere Veranstaltungen im Herrenhaus vorstellen. Karl-Wagner werde weitere Konzerte mit Salonmusik organisieren, kündigte er an, aber auch an südamerikanische Rhythmen denkt der Herrenhaus-Besitzer. Oldies passten dagegen wohl eher in andere Teile der Gutshofanlage, etwa in den ehemaligen Pferdestall. „Aber dazu brauche ich erst einmal ein umfassendes Konzept“, sagte Bernot.

Er hatte etwas weniger Stände als sonst, aber der Schlamermarkt im Seedorfer Ortsteil Schlamersdorf kam trotzdem gut an. Mehrere Hundert Gäste besuchten das Fest auf dem von Kastanien gesäumten Marktplatz. Es hat eine große Tradition und wird seit 181 Jahren gefeiert.

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