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Segeberg Mit ADAC-Oldtimer rund um die Ostsee
Lokales Segeberg Mit ADAC-Oldtimer rund um die Ostsee
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15:32 16.02.2019
Von Einar Behn
Hardy Leben hat einen alten Passat, der früher der Stadt Krefeld gehörte, eins zu eins zu einem Straßenwachtauto der Achtzigerjahre umgebaut, inkluive der Werkzeugschubladen im Kofferraum. Quelle: Einar Behn
Hitzhusen

Die Rallye führt über 7500 Kilometer einmal rund um die Ostsee. Bei bis zu minus 30 Grad und Schotterpisten eine Herausforderung für Mensch und Auto.

Die Herausforderung begann für den 43-jährigen Hitzhusener und seinen Mitstreiter und Straßenwacht-Kollegen Julien Schütte (32) aus dem niedersächsischen Wardenburg schon mit der Herrichtung des Autos. Bei der Winterausgabe dieser alljährlich vom Superlative Adventure Club ausgerichteten Rallye müssen die Autos mindestens 15 Jahre alt sein. Für die beiden Profischrauber ist das zu jung, es musste schon ein echter, mindestens 30 Jahre alter Oldtimer her. Leben kaufte in Holland für 900 Euro einen gelben Passat, Baujahr 1986. Die Farbe passte, sie entspricht exakt dem Ton der ADAC-Fahrzeuge. Der KFZ-Mechaniker verwandelte das betagte Gefährt in vielen Stunden Arbeit in ein original aussehendes Straßenwacht-Fahrzeug aus den Achtzigerjahren, einschließlich Funkgerät und Werkzeugschubladen im Kofferraum.

Statt 140 läuft er nur noch 120 km/h

Anfangs war der Motor defekt, ein Ersatzmotor ebenfalls und auch das Getriebe musste getauscht werden. „Jetzt ist eines von einem Benziner drin, das wusste ich vorher nicht“, erzählt der ADAC-Mann, der solche Arbeiten selbst erledigt. „Statt 140 läuft er jetzt nur noch 120 Stundenkilometer.“

Das macht aber nichts. Auf der Ostseerunde, die am 23. Februar auf dem Hamburger St.-Pauli-Fischmarkt gestartet wird, dürfen ohnehin keine Autobahnen benutzt werden. Statt GPS sind Landkarten Vorschrift.

10.000 Euro Spenden sollen zusammenkommen

Die Rallye ist auch eine Charity-Veranstaltung. Die Teilnehmer müssen pro Auto 750 Euro für einen wohltätigen Zweck zusammenbringen. Schütte und sein Freund wählten dafür das Kinder- und Jugendhospiz Löwenherz bei Bremen. Aber was sind 750 Euro? „Erst mit 10.000 Euro kann man eine Delle ins Universum hauen“, sagt Hardy Leben.  „Das muss doch möglich sein. Wenn 1000 Spender zehn Euro geben, ist der Betrag zusammen.“ 2000 Euro sind bereits zusammen.

Und unterwegs wollen die beiden „Gelben Engel“ auch noch Geld einnehmen. „Wir helfen anderen Rundfahrtteilnehmer, wenn ihr Auto streikt und nehmen dafür gerne Spenden."

Spenden können über www.betterplace.org/F32060 gezahlt werden.

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