Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segeberg 1,3 Millionen für Wertholz geboten
Lokales Segeberg 1,3 Millionen für Wertholz geboten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:40 27.02.2019
Wertholzversteigerung in Daldorf: Dr. Manfred Quer, Geschäftsführer der Holzagentur Schleswig-Holstein präsentiert "die Braut", der wertvollste Baum des Platzes mit einem Gebot von 1339 Euro pro Festmeter. Quelle: Nadine Materne
Anzeige
Daldorf

Der Eichenstamm mit der Nummer 2004 ist die „Braut“ in Daldorf. So wird der Stamm mit dem höchsten Gebot pro Festmeter genannt. „1339 Euro wurden geboten“, berichtet Dr. Manfred Quer, Geschäftsführer der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur als Vertreter der privaten Waldbesitzer.

Die Eiche ist seit Jahren Trendbaum

„Insgesamt erzielte der Stamm eine Summe von über 5000 Euro.“ Nur ein paar Meter weiter liegt Stamm Nummer 2010, der teuerste auf dem ganzen Platz.

Anzeige

Insgesamt erzielten die knapp über sechs Festmeter Rohlstorfer Eiche einen Preis von 7697 Euro. Quer ist stolz. „Das hat man nicht alle Tage.“ Ein Furnierbetrieb aus Bayern hatte das Gebot abgegeben.

Holz im Wert von fast 1,3 Millionen Euro wurde in Daldorf verkauft.

Insgesamt wurden 24 Laubbaumarten angeboten, aber „die Eiche ist seit Jahren der Trendbaum“, sagt Harald Nasse von den Landesforsten.

3320 Festmeter Eiche wurden bei den Submissionen versteigert für durchschnittlich 505 Euro pro Festmeter. Knapp ein Drittel davon in Daldorf.

Weniger gut lief es dagegen für die Esche. Mit 494 verkauften Festmetern, davon 264 in Daldorf, blieben die Gebote hinter den Erwartungen zurück. 

Werben um wenige Branchenriesen

Besonders für die kleinen Privatwaldbesitzer ist die Holzsubmission in Daldorf wichtig. „Wir haben 17 000 private Waldbesitzer in Schleswig-Holstein“, sagt Hans-Caspar Graf zu Rantzau, Vorsitzender der Waldbesitzer in Schleswig-Holstein. „Viele haben nur ein, zwei oder drei Hektar Wald.“

Über die Holzagentur haben sie die Möglichkeit, in der Masse ihre Stämme für eine Verwertung hoher Qualität zu verkaufen, „und nicht zu Zaunpfählen zu verarbeiten.“

Die Gruppe der Bieter aber ist überschaubar: Furnierbetriebe und Sägewerke, teilweise aus dem Ausland, picken sich die besten Termine heraus. „Die können nicht in jeden Wald fahren, um sich drei Stämme anzuschauen“, verdeutlicht Rantzau.

Versteigerungstermine aber gebe es an die 50 von Dezember bis April, erklärt Manfred Quer. Da muss man etwas bieten für die großen Fische der Branche. Deshalb werden die Stämme vieler kleiner Waldbesitzer aufwendig in Daldorf zusammengetragen und aufgebockt, damit sie von allen Seiten begutachtet werden können.

13.000 Euro für einen Eichenstamm

Drei Wochen lang hatten die Käufer Zeit, ihre Gebote geheim in Umschlägen einzureichen. Am 19. Februar wurden sie geöffnet. 24 Bieter beteiligten sich an der jüngsten Submission in Daldorf. Damit sind die Holzverkäufer zufrieden. 

Die Ehre für den teuersten Baum der Versteigerung ging allerdings in den Nachbarkreis. Auf dem Lagerplatz Lanken wurde der Spitzenpreis von 1900 Euro pro Festmeter für einen Stamm geboten, der mit einem Volumen von fast sieben Festmetern auch der teuerste insgesamt war. 13.000 Euro brachte die Eiche von den Kreisforsten Herzogtum-Lauenburg.

In Daldorf wurden wertvolle Laubhölzer - allen voran die Eiche - im Wert von 1,3 Millionen Euro versteigert.

Von Nadine Materne

Gunnar Müller 27.02.2019
Segeberg Kaltenkirchen - Rathaus unter Druck
Sylvana Lublow 26.02.2019
Einar Behn 26.02.2019