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Segeberg Igek: Bürgerwerkstatt mit vielen Ideen
Lokales Segeberg Igek: Bürgerwerkstatt mit vielen Ideen
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15:43 23.06.2019
Von Nicole Scholmann
In der Schlussrunde der Bürgerwerkstatt zum Igek wurden die Ergebnisse der fünf Arbeitsgruppen vorgestellt und diskutiert. Quelle: Nicole Scholmann
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Henstedt-Ulzburg

„Aber die, die hier sind, sind umso engagierter“, meinte Grünberg zuversichtlich. In fünf Arbeitsgruppen wurden am Sonnabend im Alstergymnasium Argumente ausgetauscht, Schwerpunkte gesetzt, Ideen entwickelt und zu Papier gebracht. Die große Schlussrunde dauerte dann auch seine Zeit, denn vieles wurde erneut durchgesprochen. Ortsplaner Volker Duda von der Gemeindeverwaltung und die anwesenden Kommunalpolitiker gaben in der Abschlussrunde Hinweise darauf, was schon in Gang gesetzt wurde, oder was kaum Zukunftschancen hat. Dennoch hatten die fünf Arbeitsgruppen zahlreiche Ideen.

Neue Mehrzweckhalle gefordert

Grün/Infrastruktur: Renate Berner-Bader stellte für die Gruppe deren Vorstellungen vor. Demnach sollte der Bürgerpark ausgebaut und erneuert werden. Weitere Grünflächen sollten ermittelt und genutzt werden. Das Bürgerhaus verdiene eine Modernisierung. Für Großveranstaltungen wünscht man sich eine Mehrzweckhalle am Ortsrand. „Wir wollen nicht alles Alte abreißen“, betonte die Vortragende. Jetzige Grünflächen sollen erhalten bleiben und nicht überbaut werden.

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Ein Ja zur Gewerbeansiedlung

Gewerbe/Grün: „Gewerbeentwicklung: Ja“, meinte Kristi Grünberg, die die Ergebnisse der Arbeitsgruppe vortrug. Weitere große Logistiker, die sich in Henstedt-Ulzburg ansiedeln wollen, lehnt die Gruppe allerdings ab. Aus Fehlern der Vergangenheit solle man lernen. Trotz Neuansiedlung von Betrieben solle die Kommune keine Betonwüsten schaffen, sondern stets darauf achten, genug Grünflächen zu erhalten. Von Nord nach Süd solle sich ein zusammenhängendes grünes Band bilden. Erlebbares und geschütztes Grün wurde gefordert. In den Gewerbegebieten sollten grüne Oasen entstehen, in denen die dort Arbeitenden ihre Pausen an der frischen Luft verbringen können.

Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer gleichstellen

Verkehr/Mobilität: Die große Frage zu Beginn war, ob der Umstieg vom Auto aufs Rad überhaupt gewünscht sei, denn schließlich sei Henstedt-Ulzburg ein klassischer Pendlerstandort. Um den Individualverkehr zu verringern wurden ein besserer ÖPNV sowie Konzepte von Carsharing, E-Ladestationen, Bürgerbus und appgesteuerte Lösungen angeregt. Wünsche von Radfahrern und Fußgängern müssten gleichbehandelt werden wie die von Autofahrern.

Bezahlbaren Wohnraum schaffen

Ortstruktur/Wohnen: Dass die Bürger von der Verwaltung und der Politik „mitgenommen“ werden müssten, wenn es um die Entwicklung des Ortes geht, stand im Zentrum der Ergebnisse der Arbeitsgruppe. Britta de Camp-Zang forderte im Namen der Arbeitsgruppe, dass die Verkehre weniger werden müssten. „Sonst schaffen wir uns immer mehr Probleme“, erklärte sie. Wichtig sei, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, so plädierte die Gruppe für eine Festsetzung einer Quote von sozialem oder sozial gefördertem Wohnraum bei Neubauprojekten. Kontrovers diskutiert wurde die Frage, ob Henstedt-Ulzburg denn überhaupt noch wachsen solle. Man einigte sich auf ein moderates Wachstum.

Besseres Netzwerk für die Bürger

Soziale Infrastrukur: Gefordert wurde eine verbesserte Kommunikation zwischen den Bürgern, sowohl digital, als auch klassisch über einen Info-Kasten in den Ortsteilen. Das Wir-Gefühl müsse gestärkt werden. Außerdem werde eine Begegnungsstätte vermisst.

Ein weiterer Workshop nur zum Thema Wohnen

Nach der Sommerpause soll es erneut einen Workshop geben, der sich ausschließlich mit dem Thema Wohnen beschäftigt. Erarbeitet werden soll dann auch, was die Henstedt-Ulzburger unter dem Begriff „dörflicher Charakter“ verstehen.

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