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Segeberg Noch mehr Bauanträge für Windkrafträder
Lokales Segeberg Noch mehr Bauanträge für Windkrafträder
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18:16 16.10.2018
Von Einar Behn
Auch in Föhrden-Barl könnten sich bald solche Windkraftanlagen drehen. Die Gemeinde soll bis Ende Oktober ihr Einvernehmen geben. Quelle: Frank Peter
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Bad Bramstedt

Die Landesregierung hatte bereits im Juli angekündigt, dass trotz des bis in nächste Jahr geltenden Moratoriums, also einem generellen Verbot für den Bau neuer Windkraftanlagen, bis zu 200 Ausnahmen zugelassen werden sollen. Solche Ausnahmegenehmigungen werden erteilt, wenn die Erfüllung der Genehmigungskriterien, wie Abstandsflächen zur Wohnbebauung oder Naturschutzbelange, offensichtlich ist oder auch bei bei bereits geprüften Altfällen.

Der Windpark Föhrden-Barl soll fünf Windkraftanlagen bekommen. Jedoch nur für zwei ließ das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume (LLUR) Ausnahmeverfahren zu. Eine davon liegt auf Föhrden-Barler Gebiet, die andere im Nachbarort Hingstheide (Kreis Steinburg). Bis Ende Oktober sollen die Gemeinden ihr „Einvernehmen“ erteilen, wobei es sich hierbei streng genommen nicht um einen herkömmlichen Bauantrag handelt, sondern um eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz, die vom LLUR erteilt wird. Bürgermeister Hasselmann kündigte an, die nur aus einer Fraktion bestehende Gemeindevertretung von Föhrden-Barl werde das Einvernehmen nicht erteilen: „Wir hatten schon mehrfach Bürgerentscheide und die sind gegen die Windkraftanlagen ausgegangen. Daran halten wir uns.“

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Auch für den an Bad Bramstedts Südgrenze geplanten Windpark Lentföhrden/Weddelbrook sollen nach Angaben von LLUR-Sprecher Martin Schmidt nur für zwei von acht Anlagen im Ausnahmeverfahren Genehmigungen erteilt werden. Schmidt erklärte hierzu allerdings, dass das Verfahren zurzeit ruht. Der Antragsteller habe vor kurzem angekündigt, seine Planungen umzustrukturieren. Nun müsse abgewartet werden, bis die geänderten Antragsunterlagen eingegangen seien. Bürgermeister Stefan Gärtner hatte bereits, sich gegen die Anlagen auszusprechen. Die Gemeindevertretung hat darüber aber noch nicht beraten. Lentföhrden hat dagegen bereits sein Einvernehmen erteilt. In Bad Bramstedt will sich der Planungsausschuss am 22. Oktober mit dem Thema befassen. Allerdings kann der Ausschuss nur eine Stellungnahme zum Regionalplan-Entwurf abgeben, in dem die Windkraftfläche eingezeichnet ist. Für die Erteilung der Baugenehmigung nach dem Ausnahmeverfahren hat sie keine Relevanz. Hierzu können sich nur die Gemeinden äußern, auf denen die Windkraftanlagen stehen sollen.

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