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Segeberg Nach 18 Jahren endlich ein Spielplatz
Lokales Segeberg Nach 18 Jahren endlich ein Spielplatz
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19:02 24.05.2018
Von Sylvana Lublow
Hier am Paustianring soll der neue Spielplatz entstehen. Bisher ist hier nur Grünland, auf dem die Einwohner des Stadtteils spazieren gehen können. Quelle: Sylvana Lublow
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Bad Bramstedt

Ende der 1990er-Jahre war mit der Bissenmoor-Gesellschaft ein städtebaulicher Vertrag geschlossen worden. Wegen des zu erwartenden starken Einwohnerwachstums in dem großen Neubaugebiet musste sich die Gesellschaft verpflichten, einen Beitrag zum Ausbau der Infrastruktur zu leisten. Dazu gehört auch ein großer Spielplatz.

Den gibt es bis heute nicht, sehr zum Ärger der Bewohner, darunter viele Familien mit kleinen Kindern.  Anders als erwartet, verlief die Besiedelung des Wohnparks äußert schleppend. Erst in den letzten Jahren, seit die Zinsen im Keller sind, wird dort kräftig gebuddelt. Die Wohnpark Bissenmoor GmbH hatte sich zuvor von großen Teilen der unbebauten Flächen getrennt. Die Verpflichtungen aus dem städtebaulichen Vertrag erloschen damit aber nicht.

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Spielplatz wird teurer als erwartet

Jetzt soll Bewegung in die Angelegenheit kommen. „Wir haben seit 1999 insgesamt rund 90.000 Euro für den Spielplatz von den Investoren einbehalten“, erklärt Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach. Doch diese Summe wird nicht ausreichen. Laut Kostenschätzungen des beauftragten Architekten beläuft sich die Gesamtsumme, inklusive Planungskosten, auf 230.000 Euro. 150.000 stehen im diesjährigen Haushaltsplan zur Verfügung. Der Bauausschuss will nun aber die restlichen 80.000 Euro nicht ohne weiteres freigeben. Die Verwaltung soll erst klären, warum die Stadt so viel Geld dazu zahlen soll. „Ich bin der Auffassung, dass der Erschließungsträger alles zahlen muss“, sagt SPD-Sprecher Jan-Uwe Schadendorf: „Es ist ohnehin eine Dreistigkeit, dass die Anwohner schon so lange auf den Spielplatz warten müssen.“

Laut Kostenplan sind es vor allem die nicht eingeplanten Bodenarbeiten für die Verteuerung verantwortlich. Der Platz liegt in einer Senke. „Das Grundwasser steht hier zu hoch, deshalb muss das Gelände erhöht werden“, so Kütbach. Die Aufschüttung wird mit 40.000 Euro zu Buche schlagen. Aus dem Bauausschuss kam deshalb auch die Idee, sich nach einem anderen Platz umzusehen. Den Löwenteil der Kosten macht mit rund 90.000 Euro die Ausstattung inklusive Spielgeräte aus. „Die Qualitätsansprüche sind mit den Jahren auch gestiegen“, gibt der Bürgermeister zu bedenken.

Frühjahr 2019 könnte dort gespielt werden

 „Man könnte bei der Ausstattung Abstriche machen, was wir aber eigentlich nicht vorhatten“, so Kütbach weiter. Auch nach einem alternativen Standort will sich die Verwaltung umsehen. Kütbach ist es wichtig, so schnell wie möglich zu beginnen. Wenn es die Ausschreibungsergebnisse hergeben, könnte laut Kütbach im kommenden Frühjahr auf dem Platz gespielt werden.

Gerrit Sponholz 14.06.2018
Gerrit Sponholz 24.05.2018