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Segeberg Deutsch-polnische Jugendbegegnung
Lokales Segeberg Deutsch-polnische Jugendbegegnung
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12:58 16.07.2019
Von Gunnar Müller
Seit 1992 treffen sich jährliche Schüler aus Kaltenkirchen und dem polnischen Kalisz Pomorski für zwei Wochen zum Jugendaustausch. Quelle: Gunnar Müller
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Kaltenkirchen

Und genau dort, im 70 Kilometer östlich von Stettin gelegenen Kalisz Pomorski, begann für die Jugendlichen vor rund einer Woche der Jugendaustausch: 20 Elf- bis 14-Jährige Deutsche machten sich mit ihren Betreuern auf ins frühere preußische Kallies. In der dortigen „gelben“ Schule kamen die Schüler unter und nutzten diese als Ausgangspunkt für ihre Unternehmungen in der Umgebung von Kalisz. Zum Wochenende hin erfolgte dann wortwörtlich der Jugend-Austausch: Die deutschen Schüler fuhren gemeinsam mit den 20 polnischen (und ihren Betreuern) zurück nach Kaltenkirchen und bezogen ihr Quartier wieder in einer Schule – für die Dauer der deutsch-polnischen Jugendbegegnung wird die Schule am Lakweg so zur Jugendherberge, Klassenräume zu Schlafzimmern.

Mitgestaltung durch Jugendliche

In Vertretung von Hanno Krause begrüßte Erster Stadtrat Dieter Bracke (CDU) die internationale Schülergruppe im Rathaus. „Fridays for Future is everywhere“, sagte Bracke in Anspielung auf die Öko-Jugendbewegung und erklärte den polnischen (aber sicher auch den deutschen) Schülern, welche politischen Mitgestaltungsmöglichkeiten Jugendliche in Kaltenkirchen haben.

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Übersetzunghilfe mit Google

Dass die polnischen Gäste Brackes Ausführungen folgen konnten, lag an Übersetzerin Kasia Schember, die gemeinsam mit Tochter Leonie die bunte Gruppe begleitet. „Sprachschwierigkeiten gibt es aber ohnehin fast so gut wie keine“, sagte Mitorganisator Andreas Keller. Früher habe man ein Wörterbuch hervorgeholt, versucht, sich mühsam auf Deutsch oder Englisch zu verständigen. „Aber inzwischen holen die ihr Smartphone heraus und lassen den Satz einfach mit Google übersetzen und vorlesen.“ Eine fortschrittlich-technologische Völkerverständigung. „Es ist toll zu sehen, wie vorurteilsfrei Kinder miteinander spielen und inzwischen merkt man kaum einen Unterschied.“ Das sei Anfang der 1990er-Jahre noch anders gewesen: 1992 begann Keller mit der deutsch-polnischen Begegnung: „Inzwischen sind die polnischen Schüler viel freier und interessierter.“ – Auch in der Beziehung mit ihren Betreuern, stellte Christian Rüte fest. Bereits zum zweiten Mal ist Pzymon Lesks dabei. „Ich freue mich vor allem auf den Heidepark“, gab der 12-Jährige zu. Im vergangenen Jahr habe er leicht Freundschaften geschlossen, aber leider die Namen vergessen. Wie die meisten mitfahrenden polnischen Schüler, hat auch Pzymon Deutsch und Englisch in der Schule. Englisch falle ihm leichter.

Volles Programm für die Kinder

Neben dem Besuch im Freizeitpark werden die Schüler einiges in Kaltenkirchen unternehmen: Holstentherme und Freibad, Boulder Point und Minigolf. All das übrigens in ehrenamtlicher Arbeit, organisiert vom Ortsverein der Deutschen-Lebens-Rettungsgesellschaft, sagte Keller. Aber mit Unterstützung der Stadt Kaltenkirchen. „Wir brauchen ungefähr drei Monate, um die Fahrt nachzuarbeiten und fangen dann schon fast wieder mit der für kommendes Jahr an.“

Bereits jetzt sei bereits ein Teil der 20 Plätze vergeben. Weitere Infos unter www.jube4u.de

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