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Segeberg Discounter vor den Toren Bramstedts
Lokales Segeberg Discounter vor den Toren Bramstedts
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20:41 27.06.2019
Von Einar Behn
Bis vor Kurzem war hier ein Reiterhof. Er soll für den Netto-Markt abgerissen werden. Quelle: Einar Behn
Lentföhrden

Der Netto-Markt wird auch für die Bewohner des Wohnparks Bissenmoor im Süden Bad Bramstedts attraktiv sein, der kaum weiter entfernt liegt als Edeka und Lidl an der Hamburger Straße in Bad Bramstedt. Lentföhrdens Bürgermeister Nobert Dähling betont aber: „Wir durften nur einen Markt für den örtlichen Bedarf zulassen.“ Deshalb werde der Netto-Discounter auch nur eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern haben – eine heute eigentlich unübliche Größe. Dennoch dürfte mancher Bad Bramstedter auf dem Nachhauseweg von Hamburg den Markt ansteuern.

Konkurrenz für Edeka und Lidl

Auch werden die Lentfördener durch die neue Einkaufsmöglichkeit wahrscheinlich weniger nach Bad Bramstedt fahren, was Lidl und Edeka ebenfalls zu spüren bekommen werden. Auswirkungen könnte der neue Markt in Lentföhrden auch auf die Pläne eines Projektentwicklers haben, der im Bissenmoor einen Supermarkt mit einer Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern errichten will. Bürgermeisterin Verena Jeske hatte eine Umfrage unter den Bissenmoorern gestartet, ob ein solcher Markt überhaupt erwünscht ist. Das Ergebnis ist mittlerweile ausgewertet, 69 Prozent sprachen sich dafür, 29 dagegen aus, der Rest hatte keine Meinung. Insgesamt nahmen 657 Bissenmoorer an der Befragung teil.

Reiterhof wird abgerissen

In Lentföhrden hat ein Investor aus Itzehoe bereits das Gelände des ehemaligen Reiterhofes östlich der Kieler Straße und südlich der Schmalfelder Straße gekauft. Die Gebäude werden voraussichtlich in Kürze abgerissen. Bürgermeister Dähling sagte: „Der Investor plant noch in diesem Jahr den Markt zu eröffnen.“

Vom Tisch sind Pläne, die Schmalfelder Straße mit einem Verkehrskreisel in die Kieler Straße münden zu lassen, wie dies Lentföhrdener mit einer Unterschriftensammlung gefordert hatten. Während der Hauptverkehrszeiten ist es dort extrem schwierig in die Kieler Straße, die Bundesstraße 4, einzubiegen oder sie zu überqueren. Durch den Discounter dürfte sich die Situation dort noch verschärfen. Sowohl ein Gutachter als auch der Landesbetrieb Straßenbau in Itzehoe haben sich dennoch „deutlich gegen einen Verkehrskreisel ausgesprochen“, berichtete Dähling. „Da es sich bei der Kieler Straße um eine Bundesstraße handelt, hat die Gemeinde keine rechtliche Möglichkeit, eigenständig und ohne Zustimmung des Landesbetriebes den Bau eines Verkehrskreisels zu veranlassen“, so der Bürgermeister. 

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