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Segeberg Organspenden kommen kaum vor
Lokales Segeberg Organspenden kommen kaum vor
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15:24 24.08.2018
Von Nicole Scholmann
Mit dem Organspendeausweis willigt der Besitzer ein, dass ihm bei einem Horntod beispielsweise Herz oder Lunge entnommen wird. Quelle: David-Wolfgang Ebener
Henstedt-Ulzburg

Auch die Paracelsus-Klinik an der Wilstedter Straße hat wie vorgeschrieben einen Transplantationsbeauftragten: Ingo Lund, Leiter der Intensivstation. „Ich bin seit eineinhalb Jahren hier im Haus. Aber wir hatten noch nie einen Fall“, berichtet Lund. Er weist darauf hin, dass in der Paracelsus-Klinik auf dem Rhen nicht die  Patienten liegen würden, die für eine Organentnahme in Frage kommen. Entnommen werden dürfen Organe wie Herz, Nieren, Lunge, Leber und andere nur bei Menschen, die offiziell und nachweisbar als hirntot gelten und ausschließlich durch Maschinen und Medikamente am Leben erhalten werden. Und diese Betroffenen werden laut des Experten eher in Spezialkliniken beispielsweise in Hamburg als in der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg betreut.

Genau geregelt, wie Organspende abläuft

Das ganze Thema Organspende sei gesetzlich eindeutig geregelt, betont Ingo Lund. Jeder Patient, der für eine mögliche Transplantation geeignet sei, werde genau gecheckt. Das Wichtigste sei – und ohne das gehe es gar nicht – der ausdrückliche Wille des Patienten. Das werde entweder durch den Organspendeausweis oder durch einen Zusatz in der Patientenverfügung bestätigt. Es ist laut Lund auch möglich, bestimmte Organe für eine Entnahme auszuschließen, beispielsweise das Herz. Liege keine schriftliche Einwilligung vor, werden die nächsten Angehörigen gefragt, ob der Betroffene jemals über die Möglichkeit gesprochen habe. „Niemals wird ohne Einwilligung ein Organ entnommen“, macht Lund deutlich.

Lund plädiert dafür, dass mehr Menschen sich dazu entschließen, mit ihrem Tod anderen Menschen Leben zu schenken. „Das ist eine sinnvolle Möglichkeit, anderen Menschen zu helfen“, betont der Mediziner.

Auf ein Wochenende mit Musik, Theater, leckerem Essen und viel guter Laune können sich die Bad Segeberger freuen: Von Freitag, 31. August, bis Sonntag, 2. September, steigt das „neue Stadtfest“ unter Regie von Ingo Micheel und seiner Firma Creativevent. Auch ein eigener Stadtfest-Song entsteht.

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