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Segeberg Innenminister Grote besucht VHS
Lokales Segeberg Innenminister Grote besucht VHS
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19:21 22.03.2019
Von Sylvana Lublow
Innenminister Hans-Joachim Grote und Annegret Mißfeldt unterhalten sich mit Teilnehmern des Staff-Sprachkurses in der VHS Bad Bramstedt. Quelle: Sylvana Lublow
Bad Bramstedt

Diesen Standort habe Grote nicht nur ausgewählt weil er auf seinem Arbeitsweg von Norderstedt nach Kiel liegt: „Damit Integration funktioniert, bedarf es Menschen mit Bereitschaft im Herzen. Und das ist in Bad Bramstedt so. Es ist ein Vorzeigeort und damit die richtige Wahl für die Übergabe des Förderbescheids“, erklärte Grote sehr zur Freude der anwesenden VHS-Vorsitzenden Annegret Mißfeldt, der VHS-Geschäftsführerin Sabine Ockert und Bürgermeisterin Verena Jeske.

900000 Euro allein gehen an die Dozenten-Honorare

Das Geld wird auf 42 Standorte im Land verteilt, in denen im laufenden Jahr 108 Module unterrichtet werden. Hauptsächlich werden die Kurse an Volkshochschulen und deren Kooperationspartnern gegeben. 2018 nahmen 3220 Flüchtlinge an dem Staff.SH-Modul teil. Es ist die zweite Stufe der Sprachförderung nach „WiSH – Willkommen in Schleswig-Holstein“, eine erste sprachliche Orientierung in den Erstaufnahmeeinrichtungen. WiSH sowie Staff sind freiwillige Kurse und nicht zu verwechseln mit den obligatorischen Integrationskursen des Bundes. Ein Großteil der Förderung, nämlich knapp 900 000 Euro, werden für die Dozenten-Honorare ausgegeben.

Kurse sind vor allem für Flüchtlinge ohne Bleibeperspektive

Das Staff-Projekt schließt eine Lücke bei den Sprachförderangeboten. Denn der Bund übernimmt in diesem Bereich nur die Kosten für anerkannte Asylbewerber und Personen mit Bleibeperspektive. „Wir wollen aber, dass alle Zugewanderten, die dauerhaft oder auf absehbare Zeit in Schleswig-Holstein leben, die deutsche Sprache erlernen und sich in ihrem Umfeld zurechtfinden“, erklärte Hans-Joachim Grote: „Es ist auch unsere Aufgabe, uns um die Menschen zu kümmern, die keine gute Bleibeperspektive haben und von der Entwicklung ausgeschlossen bleiben.“ Damit orientiere sich die Landesregierung nicht an den vorgegebenen Grenzen des Bundes. 

VHS-Landesvorsitzender Domeyer freute sich über die erneute Förderung: „Staff.SH ist eine Erfolgsgeschichte und zeigt die konsequente Integrationspolitik im Land.“  Die Teilnehmenden können einen Basis- und einen Aufbaukurs mit je drei aufeinander aufbauenden Modulen von 100 Unterrichtsstunden besuchen. Nach jeden Kurs legen sie eine Prüfung ab.

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