Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segeberg Teiche und Gräben ausgetrocknet
Lokales Segeberg Teiche und Gräben ausgetrocknet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:47 17.05.2017
Von Einar Behn
Hartmut Müller zeigt auf einen ausgetrockneten Teich. "Sonst steht hier immer Wasser", sagt er. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt.

Hartmut Müller, Anwohner der Bimöhler Straße, betrachtet schon seit Jahren die Bebauung der Wiesen in der Osterau-Niederung mit Skepsis. Eigentlich seien sie Überschwemmungsgebiet, gehörten nicht bebaut. Das Grundwasser steht hier hoch, normalerweise jedenfalls. Nun hat Müller auf Spaziergängen festgestellt, dass Teiche und Gräben ausgetrocknet sind oder zumindest einen auffällig niedrigen Wasserstand haben.

An dem unter europäischem Schutz stehenden Natura-2000-Gebiet darf nichts geändert werden. Das schließt auch aus, dass von außerhalb die Wasserzufuhr abgestellt wird. Genau das scheint hier aber geschehen zu sein: Selbst nachdem am Dienstag Dauerregen auf Bad Bramstedt niederging, blieb ein Tümpel am Achtern Dieck, der das NeubaugebietOststadt“ südlich begrenzt, fast trocken. Nur einige Pfützen hatten sich gebildet.

Kröten und andere Amphibien laichen in den Gräben und Tümpeln, ein Storch hat angesichts des reichhaltig gedeckten Speisetisches ein Nest bezogen. „Wenn hier kein Wasser mehr steht, wird den Tieren ihre Lebensgrundlage entzogen“, sagt Müller.

Der FDP-Stadtverordnete, der sich auch gerne als Sprecher der Bürgerinitiative „Erhaltet das Stadtbild!“ zu Wort meldet, vermutet als Ursache für die Trockenlegung die Grundwasserabsenkung für das NeubaugebietOststadt“ südlich der Bimöhler Straße. Hier laufen gerade die Erschließungsarbeiten für den dritten Abschnitt, zwei Gebiete sind schon vollständig bebaut. Das Grundwasser steht hier normalerweise hoch, nach einem Gutachten eines Ingenieurbüros aus Nahe nur 50 bis 70 Zentimeter unter der Oberfläche. Damit das Gebiet überhaupt erschlossen werden kann, musste es deutlich abgesenkt werden. „Sonst ist es nicht möglich, eine Kanalisation zu bauen“, erklärte Bauamtsleiter Udo Reinbacher in Bad Bramstedt. Doch die Absenkung habe bereits im März und April stattgefunden, sodass dies eigentlich nicht die Ursache mehr sein könne. „Unsere eigenen Fachleute im Rathaus können sich das nicht erklären“, sagte Reinbacher. Möglicherweise liege die Austrocknung des Teiches und der Gräben aber auch nur an den geringen Niederschlägen in den vergangenen Wochen. Er kündigte eine gründliche Überprüfung an.

Müller sagt dagegen: „Hier stand immer Wasser, auch bei längerer Trockenheit.“ Er sei hier aufgewachsen und kenne die Gegend aus dem Effeff. Am Mittwoch schrieb er an die beim Kreis Segeberg angesiedelte Untere Naturschutzbehörde in der Hoffnung, dass die nun für die Wiederherstellung des alten Zustandes sorgt.

Ein Henstedt-Ulzburger und eine Kaltenkirchenerin sorgen seit vier Jahren dafür, dass sich ein Dorf von Kaffeebauern in Zentral-Kenia sozial und wirtschaftlich weiterentwickeln kann. Heinz Papenhagen sagt: „Das ist das Wichtigste: Hilfe zur Selbsthilfe geben.“

Sylvana Lublow 17.05.2017

Es war für einen Autofahrer der reinste Alptraum: Wie ein überdimensionales Geschoss kam auf der B206 bei Bad Segeberg ein Lkw-Reifen auf einen Kleinwagen zugeflogen und prallte mit voller Wucht in die Windschutzscheibe. Die Fahrerin musste mit Verletzungen ins Krankenhaus transportiert werden.

Michael Stamp 16.05.2017

Ein Feuer hat am Dienstagabend eine Gartenlaube nahe der Innenstadt zerstört. Das brennende Holz sorgte für eine hoch über der Stadt aufsteigenden Rauchpilz. Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle.

Einar Behn 16.05.2017