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Segeberg Wie soll das Lämmchen heißen?
Lokales Segeberg Wie soll das Lämmchen heißen?
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09:12 27.07.2019
Von Michael Stamp
Komparsin Tanja Fakhoury kümmert sich bei den Karl-May-Spielen gern um das frisch geborene Lämmchen, das nun von der SZ-Lesern einen Namen bekommen soll. Quelle: Michael Stamp
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Bad Segeberg

Sie dürfen Vorschläge machen, wie das Lamm heißen soll. Zu gewinnen gibt es zwei Freikarten für „Unter Geiern – Der Sohn des Bärenjägers“ und einen Stallbesuch beim Lämmchen und seiner Mama.

Mutterschaf "Fränzi" war trächtig

Tiertrainer Bodo Hölscher hatte Schaf „Fränzi“ mit nach Bad Segeberg gebracht, weil das weibliche Tier im Vorjahr schon bei „Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg“ mitgespielt hatte. „Sie kannte sich hier schon aus und sollte die anderen Schafe anlernen“, erzählt Hölscher lachend. Doch während der Proben stellte sich heraus, dass in „Fränzis“ Bauch ein süßes Geheimnis schlummert. Zu Beginn der neuen Karl-May-Saison spielte die werdende Schafmama noch bei „Unter Geiern“ mit, aber dann ging es ab in den „Mutterschutz“, wie Hölscher sagt.

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Erste Bühnenerfahrung gesammelt

Nun kam das puschelige Lämmchen zur Welt und weicht der Mutter natürlich nicht von der Seite. Erste Ausflüge auf die Bühne des Freilichttheaters hat das putzmuntere Tierbaby schon unternommen – aber erstmal nur außerhalb der Vorstellungen. Das Lämmchen muss lernen, auf einem vorgegebenen Weg zu gehen und vor allem: weder unter die Pferdehufe noch unter einen Wagen zu geraten. Daher fand ein erster Bühnenauftritt vor mehreren tausend Besuchern sicherheitshalber nur auf dem Arm statt.

In den kommenden Tagen oder Wochen soll das Lamm dann aber auch freilaufend zu bestaunen sein. Zwei kleine Ziegen sind ohnehin schon die tierischen Stars der Karl-May-Spiele – ebenso Stinktier „Fritzi“, das sich auf dem Arm von Komiker Patrick L. Schmitz derart wohl fühlt und kraulen lässt, dass es wie ein Stofftier wirkt. In einer Szene läuft es allerdings auf der Balustrade der Arena umher. „Fritzi“ lässt sich Bananen, Pfirsiche, Melonen und Eier schmecken.

Mini-Zoo am Kalkberg

Weiterhin gehören Brahma-Hühner sowie diverse Schafe und Ziegen zum Mini-Zoo am Kalkberg. Das Training ist laut Bodo Hölscher recht einfach: „Das Führungstier kommt an die Leine – und die anderen laufen hinterher.“ Schafbock „Artax“ kann seinen vierbeinigen Kollegen souverän zeigen, wie es im Wilden Westen zugeht, denn auch er war schon in der Saison 2018 in Bad Segeberg engagiert. Es handelt sich um Schweizer Pfauenziegen, deren Name sich aus der ursprünglichen Bezeichnung Pfaffenziegen entwickelt hat. „Das war ganz klassisch die Ziege vom Pastor“, sagt Hölscher. Die Pfauenziege gehört zu den vom Aussterben bedrohten Haustierrassen, die er gezielt nachzüchtet.

Bodo Hölscher stammt aus Bad Segeberg. Er hat einst bei Möbel Kraft gelernt, hat dann aber seinen Traum verwirklicht und einen Zirkus gegründet. Viele Jahre war er mit dem „Circus Fliegenpilz“ unterwegs. Inzwischen hat er sich eine Existenz als Tiertrainer aufgebaut. Seit zehn Jahren betreibt er in der Nähe von Braunschweig auf 200000 Quadratmetern eine Art Privatzoo mit Film, Fernsehen und Theater. Dort leben 250 Tiere in 48 Arten. Von dort kamen im Vorjahr auch die Gänse, die am Kalkberg schnell zu Publikumslieblingen wurden. Übrigens keine Sorge: Sie landen nicht im Topf, sondern freuen sich dort des Lebens.

So nimmt man teil

Wer dem Lämmchen zu einem Namen verhelfen möchte, kann seinen Vorschlag bis Sonntag, 11. August, an gewinner@segeberger-zeitung.de schicken. Alternativ gehen die Vorschläge per Postkarte an die Segeberger Zeitung, Redaktion, Hamburger Straße 26 in 23795 Bad Segeberg oder per Fax an 04551/90483. Das Stichwort lautet „Karl-May-Lämmchen“. Achtung: Es handelt sich um ein weibliches Tier.

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