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Segeberg Kunstaktion gegen das Vergessen
Lokales Segeberg Kunstaktion gegen das Vergessen
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10:59 18.05.2019
Von Gunnar Müller
Erzieher und Schüler vom Regenbogen in Kaltenkirchen waren so beeindruckt vom KZ-Außenlager Springhirsch, dass sie mit Plakaten und Objekten das Erlebte aufgearbeitet haben. Spenden, die sie bei einer öffentlichen Kunstaktion in Kaltenkirchen sammelten, kommen dem Trägerverein der KZ-Gedenkstätte zugute. Quelle: Gunnar Müller
Kaltenkirchen

 „Wir waren deprimiert, aber begeistert von der Führung“, sagte Leo Luca Orlando Adinew. In wenigen Wochen malten und zeichneten, werkelten und recherchierten die rund 20 Jugendlichen, verarbeiteten so, was sie in der Ausstellung gesehen und gehört hatten. „Eine Zeitlang war gar nicht klar, was dabei herauskommen würde“, sagte Sozialarbeiter Markus Klein, der gemeinsam mit Sven Kruse die Idee mit den Jugendlichen ausgestaltete.

Kunst als Verarbeitung der Eindrücke

Kürzlich erfolgte die Ausstellung der Bilder, Stolpersteine und Skulpturen mitten auf dem Holstenplatz, wenige Meter vom ehemaligen Bahnhof, an dem viele der früheren KZ-Häftlinge ihren leidvollen Weg in und durch Kaltenkirchen antraten. „Wir sind von Herzen dankbar, dass sich die Jugendlichen so viel Mühe gegeben haben“, sagte KZ-Gedenkstätten-Vorstandsmitglied Hans-Joachim Wolfram. „Ihr seid Vorbilder!“ Der Spendenerlös sei nur zweitrangig.

Ausstellung wird wieder zu sehen sein

Im Sommer sollen die Exponate der Jugendlichen vom "Regenbogen" auch in der KZ-Gedenkstätte zu sehen sein. „Extrem, wie die damals gelitten haben“, sagte Florian Beyer. „Wir wollten darauf aufmerksam machen, damit sich dieses Leid nicht mehr wiederholen kann.“

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