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Segeberg Braucht das Bürgerhaus mehr Parkplätze?
Lokales Segeberg Braucht das Bürgerhaus mehr Parkplätze?
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19:47 25.04.2019
Von Gunnar Müller
Stehen für die Besucher des Bürgerhauses in Kaltenkirchen zu wenige Parkplätze zur Verfügung? Darüber diskutierte der Bau- und Umweltausschuss in Kaltenkirchen. Quelle: Gunnar Müller
Kaltenkirchen

Bislang wird der öffentliche Parkplatz von Besuchern des Bürgerhauses, Anwohnern und Pendlern genutzt: 51 Parkplätze wurden so – vornehmlich für die Besucher des Bürgerhauses – gebaut.

Eine Mehrfachnutzung war zwar vorgesehen. Doch seit geraumer Zeit komme es zu so erheblichen Überschneidungen, dass bei Veranstaltungen im Bürgerhaus nicht mehr genügend Stellflächen für dessen Besucher vorhanden sei.

Keine Plätze für Bürgerhaus-Besucher?

„In der Zeit von 7.30 Uhr bis 17 Uhr sind fast alle Parkplätze von Nicht-Anwohnern beziehungsweise berufstätigen Pendlern besetzt“, erklärte Bianca Jonas, Betreiberin des Bürgerhauses in einer schriftlichen Stellungnahme . Auch die Stadtverwaltung komme zu einem ähnlichen Ergebnis, sagte Co-Bauamtsleiterin Kathrin Schwanke. Im Januar und Februar führten Mitarbeiter der Verwaltung Stichproben der Parkplatzsituation durch. Jedoch seien die Mehrzahl der Kfz weniger von Anwohnern dort abgestellt, als von Mitarbeitern umliegender Unternehmen.

Heftige Diskussion

Über eine Lösung wurde in der Ausschusssitzung mit teils harten Bandagen diskutiert. Bürgermeister Hanno Kraus (CDU) sah keine Alternative zu einem Änderungsantrag, der jedoch nicht aus dem kompletten Parkplatz einen privaten machen solle. „Dann müssten die Betreiber des Bürgerhauses aber auch selbst dafür sorgen und gegebenenfalls abschleppen lassen, wenn sich auf diesen Stellflächen jemand hinstellt.“ Für Eberhard Bohn (FDP) sei Krauses Argumentation nicht „nachzuvollziehen für jemand, der mit Vernunft begabt ist“. Er verwies erneut auf die Möglichkeit für Bürgerhaus-Besucher, ihre Pkws auch auf den nicht weit entfernten Aldi-Parkplatz abzustellen. Dem widersprach Bürgervorsteher Hans-Jürgen Scheiwe (CDU). Gerade Älteren und Besuchern von Beerdigungscafés im Bürgerhaus seien weiter Strecken nicht zuzumuten.

Julian Flak von der AfD sah die Absperrung von Stellflächen kritisch und hinterfragte zudem die Stichprobe der Stadt, da sie zu weit unterschiedlichen Zeiten als zu den Veranstaltungen im Bürgerhaus erhoben wurde. „Wenn ich aber jeden Tag ein Ticket über zehn Euro bekomme, parke ich den Wagen vielleicht auch automatisch wo anders.“

Nicht durch Verkehrszeichen lösbar

Parkschilder, Zeitbegrenzung – all das habe in der Vergangenheit nichts gebracht, erklärte Krause. Dagegen wiederum argumentierte Reinhard Bundschuh (Pro Kaki): „Ich frage mich, warum wir das nicht hinbekommen.“

Plötzlich – und für die meisten neu – erklärte Pamela Lohse (FDP), dass die Firma Lembcke ihren dortigen Standort aufgeben wolle und insofern künftig vielleicht weniger Mitarbeiter die Parkplätze nutzten. Das griff Bohn in seiner Argumentation auf: „Es wäre doch aberwitzig, wenn wir jetzt etwas beschließen, was sich 2020 gar nicht mehr stellt.“ Doch Krause überzeugte die meisten der Ausschussmitglieder für die Änderung: „Wir brauchen etwa ein Jahr für einen B-Plan – je länger wir warten, umso weniger lösen wir das Problem für die Bürgerhaus-Besucher.“

Mit sechs zu zwei Stimmen wurde die Änderung im Ausschuss beschlossen.

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