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Segeberg Erika beleuchtet die Innenstadt
Lokales Segeberg Erika beleuchtet die Innenstadt
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08:44 30.10.2019
Von Sylvana Lublow
Die neuen Lampen Modell "Erika" beleuchten schon jetzt einen Teil der Holstenstraße. Weiter neue Leuchten folgen in den kommenden Tagen. Quelle: Stadt Kaltenkirchen
Kaltenkirchen

Mit dem Austausch der Laternen wird gleichzeitig der Wechsel auf die modernere LED-Technik vollzogen. 

Was des einen Leid, ist des anderen Freud – dieser Spruch beschreibt die Diskussion um die gelben Laternen in den vergangenen drei Jahren sehr gut. Die gelben Lampen sind marode, unzeitgemäß und nicht mehr reparaturfähig – neue mussten her. Wie diese aussehen sollten, in Form und Farbe, darüber erhitzten sich Gemüter der Bürger und Kommunalpolitiker über einen langen Zeitraum. Die CDU-Fraktion brachte im April 2016 die Sache ins Rollen, als sie einen Antrag auf neue Beleuchtung im Innenstadtbereich stellte.

Bürger durften mit entscheiden

Nicht alle Fraktionen waren einer Meinung. Die SPD und FDP werteten die gelben Lampen als städtisches Merkmal. Bürgermeister Hanno Krause gab seine Meinung damals auch zu Protokoll: „Die Form ist immer ansprechend, aber die Farbe passt nicht mehr ins Stadtbild.“ Sogar alle Bürger ab 14 Jahren durften sich an der Entscheidung per Briefwahl beteiligen. Doch das Ergebnis war eher verwirrend. Die Mehrheit entschloss sich für ein Modell, das es nur in Anthrazitgrau gab. Bei der Frage nach der bevorzugten Farbe entschied sich die Mehrheit jedoch für Gelb. Allein die Bürgerbeteiligung kostete die Stadt 10000 Euro. 

Architekt Feldsien war für Lampen verantwortlich

Am Ende entschied sich die Stadtvertretung für die Farbe Anthrazitgrau und somit für den Abschied von den gelben Lampen, die Kaltenkirchen dem ortsansässigen Architekt Werner Feldsien zu verdanken hatte. Schon damals, vor rund 30 Jahren, waren die gelben Lampen umstritten. 

„Erika“ heißt die Lampe, die ab sofort die Innenstadt beleuchten soll. In der Holstenstraße stehen bereits einige der neuen Laternen, vergangenen Freitag begannen die Arbeiten. Insgesamt werden bis Ende diesen Jahres 137 die Straßenleuchten mit „Erika“ ausgetauscht. Die Aufstellorte werden sich in einigen Bereichen – entsprechend eines abgestimmten Konzeptes – verändern. Nicht jede gelbe Laterne bekommt einen Ersatz, sie standen im Innenstadtbereich ohnehin zu dicht beieinander. Von insgesamt 253 Lampen werden nur noch rund 150 ersetzt, einige davon sind Industrielampen, die auch im Außenstadtbereich stehen. 

Kostenintensive Maßnahmen

Für die neue Beleuchtung der Innenstadt wurden 450 000 Euro im Haushalt bereit gestellt, die Stadt rechnet mit Fördermitteln in Höhe von 30000 Euro.

Bereits seit Juli dieses Jahre wird die Straßenbeleuchtung im sogenannten Außenstadtbereich, das bedeutet im gesamten Stadtgebiet mit Ausnahme der Innenstadt und der Gewerbegebiete, erneuert und mit moderner LED-Technik ausgestattet. Die Maßnahme wurde auf drei Abschnitte aufgeteilt. Die ersten beiden Abschnitte wurden schon in diesem Jahr umgesetzt (782 Leuchten), der dritte Abschnitt erfolgt in 2020 mit rund 400 Leuchten. Die Außenstadtbeleuchtung kostet insgesamt 897000 Euro, aufgeteilt auf zwei Haushaltsjahre. Für diese Maßnahmen rechnet die Stadt mit rund 93000 Euro Fördermitteln. 

Gelbe Lampen nicht wieder verwertbar

„Mit der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf moderne LED-Technik werden wir zukünftig laufende Unterhaltungskosten in erheblichem Umfang einsparen können, leisten einen wichtigen Umweltbeitrag und kommen letztendlich auch einer Empfehlung des Landesrechnungshofes nach“, sagt Bürgermeister Hanno Krause

Für alle Kaltenkirchener, die an den alten gelben Lampen hängen, gibt es noch eine weitere schlechte Nachricht: Die abgebauten Exemplare dürfen aus haftungsrechtlichen Gründen nicht weiter verkauft oder verschenkt werden.

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