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Segeberg Jugendliche stehen bald mehr im Fokus
Lokales Segeberg Jugendliche stehen bald mehr im Fokus
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18:23 13.11.2019
Von Sylvana Lublow
Jugendliche werden in Kaltenkirchen künftig einen Ansprchpartner haben,  sowohl die in Vereinen organisierten,  als auch die Nichtorganisierten. Quelle: Martin Schutt
Kaltenkirchen

Der Ausschuss für Bildung, Familie und Sport empfiehlt der Stadtvertretung ab 2020 eine Vollzeitstelle für eine Stadtjugendpflegeperson zu schaffen sowie eine Vollzeitstelle für die aufsuchende Jugendarbeit. Letztere soll bei einem offenen Träger angesiedelt werden und nicht, wie die Stadtjugendpflege, in der Verwaltung. Beide Stellen sind für 2020 im Stellen- und Haushaltsplan bereits eingearbeitet. Alle Ausschussmitglieder stimmten für den Streetworker, bei der Stelle der Stadtjugendpflege gab es lediglich eine Enthaltung seitens der AfD.

SPD in Kaltenkirchen stellte den Antrag

Diesem Beschluss vorausgegangen war ein Antrag der SPD-Fraktion im April dieses Jahres, eine neue Stelle für die Jugendpflege zu installieren. Damit rannten die Sozialdemokraten offene Türen in der Verwaltung ein. „Wir brauchen in der Verwaltung jemanden, der die Politik und Verwaltung in Sachen Jugendarbeit berät“, sagte Bürgermeister Hanno Krause damals. 

Doch alle anderen Fraktionen, vor allem die der FDP waren von dieser Idee anfangs nicht überzeugt. Statt sich in die Arbeit der Vereine einzumischen, sollte die Stadt lieber jemanden für die aufsuchende Jugendarbeit, also einen Streetworker, einstellen, schlug die FDP vor. FDP-Fraktionssprecherin Katharina Loedige sagte noch im Juni in einer Ausschusssitzung: „Wir möchten, dass die Jugendlichen, die vor Rewe, im Freizeitpark oder vor Burger King abhängen, eingefangen werden. Die Vereine brauchen niemanden, der ihnen etwas vorschreibt.“

Jugendpflege ist Ansprechpartner für alle

Nach mehreren Gesprächen und ausgearbeiteten Beschreibungen beider Stellen bekommt Kaltenkirchen nun Beides. Die Stadtjugendpflege soll laut Stellenbeschreibung zunächst eine Bestandsaufnahme erarbeiten, um dann zu sehen, was in Kaltenkirchen fehlt. Ein Konzept mit Zielsetzung soll folgen. Grundsätzlich wird die Stadtjugendpflegeperson das „Große Ganze“ im Auge haben, und als Ansprechpartner für alle angesehen werden. 

Das Konzept für eine aufsuchende Jugendarbeit hat der Verein Tausendfüßler erarbeitet. Das bedeute aber nicht automatisch, dass die Stelle auch bei diesem Verein angesiedelt werde, heißt es aus der Stadtverwaltung. Es werde eine Ausschreibung folgen, mehrere Vereine kämen dafür infrage. Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 27 Jahren, die in Gruppen oder als Einzelpersonen im öffentlichen Raum anzutreffen sind. Kontaktaufnahme, Vermittlung, Begleitung, Entwicklung und Planung von spezifischen Gruppenangeboten gehören unter anderem zum Aufgabenbereich des Streetworkers.

Stadt finanziert beide Stellen

Die Finanzierung der Stelle übernimmt ebenfalls die Stadt. Die Ausgaben belaufen sich auf knapp 70000 Euro pro Jahr, inklusive der Verwaltungsaufwendungen, Fahrtkosten, einem Budget für Veranstaltungen in Höhe von 400 Euro sowie Handgeld für individuelle Hilfen in Höhe von 1000 Euro. Die Personalkosten der Stadtjugendpflegeperson belaufen sich auf 60000 Euro pro Jahr. Beide Stellen sollen nicht befristet ausgeschrieben werden. 

So schnell wird es die beiden Stellen jedoch noch nicht geben. Zunächst muss die Stadtvertretung zustimmen, dann der Haushalt für 2020 verabschiedet werden. Erst dann werden die Ausschreibungen rausgehen. Bis die passenden Personen gefunden sind, könnten in 2020 schon einige Monate vergangen sein. 

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