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Segeberg Mit Festschmaus für Inklusion geworben
Lokales Segeberg Mit Festschmaus für Inklusion geworben
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15:24 10.11.2019
Von Heinrich Pantel
Ralf Keller (Vordergrund, rechts) und Achim Schnoor boten musikalisches Kabarett beim Inklusionsfest. Quelle: Heinrich Pantel
Kaltenkirchen

Als Repräsentanten von Politik und Verwaltung unterstrichen Bürgervorsteher Hans-Jürgen Scheiwe und Bürgermeister Hanno Krause die Notwendigkeit der Inklusion. Damit sie in Kaltenkirchen an Fahrt gewinnt, wurde im Vorjahr eine Steuerungsgruppe gebildet, die inzwischen einen rund 80 Punkte umfassenden Maßnahmenkatalog erarbeitet hat. Der sieht eine Vielzahl konkreter Aufgaben vor, zum Beispiel zur Barrierefreiheit, zur Aufklärung der Bevölkerung und zu öffentlichkeitswirksamen Aktionen. 

Ehemaliger Schulleiter steht an der Spitze

An der Spitze der Steuerungsgruppe steht Hans-Joachim Wolfram, der frühere Schulleiter der Janusz-Korczak-Schule. Er betonte: „Jeder Mensch hat ein Recht darauf, so zu sein, wie er ist.“ Es gelte, gemeinsam für Vielfalt einzutreten. Wolfram kündigte an: „Wir werden deutlich sein, auch laut.“

Wo Vielfalt beginnt und welchen Reichtum sie bieten kann, demonstrierte der Chor der Grundschule Alter Landweg. Unter der Leitung ihres Musikpädagogen Clemens Cypionka trugen die Mädchen und Jungen vier stimmungsvolle Lieder vor. Besonders eindrucksvoll zum Motto der Veranstaltung passte dabei das inbrünstig vorgetragene „Alle Kinder dieser Erde sind sich ähnlich überall, hoch im Norden, tief im Süden, auf dem ganzen Erdenball“. 

"Imagine" auf Platt gesungen

Nachdem die Kleinen mit ihren Eltern den Heimweg angetreten und die Reihen sich in der anfangs gut gefüllten Feuerwache mit rund 250 Gästen etwas gelichtet hatten, ging es später mit musikalischem Kabarett weiter. Dabei lieferte das Duo Ralf Keller undAchim Schnoor originelle Unterhaltung. John Lennons Welthit „Imagine“ wandelte es zum plattdeutschen „Stell di vör“ ab. Wer wollte sich das nicht vorstellen? „Keen Grund to Krieg; keen Grund to Raffgier; ick bin nich alleen; de Welt gehört di.“ 

Musik beflügelt Menschen

Wie Musik Menschen mit und ohne Beeinträchtigung beflügeln kann, zeigte die Gruppe „Lummensprung“ von der Lebenshilfe aus Norderstedt. Ihr Leiter Johannes Klaue meinte, dass alle Lieder von den betreuten Menschen geschrieben werden. Er fügte hinzu: „Der Umfang der Texte hängt davon ab, was sich die Sänger merken können.“ Ein Interpret besang seine Oma: „Sie ist gestorben. Ich hätte sie gerne wieder.“ Die nachdenklich-fröhlichen Texte berührten alle, die Gäste und die Interpreten selber. Dabei animierten rockige Gitarrenklänge und Schlagzeugwirbel zum Tanz. 

Fest war nur der Anfang

Hanno Krause stellte heraus, dass ein großer Kreis von Ehrenamtlern an der Vorbereitung und Durchführung des Inklusionsfestes beteiligt war. Seine Haltung brachte er klar zum Ausdruck: „Mein Wunsch ist, dass Menschen mit Beeinträchtigung mehr Beachtung und Wertschätzung erfahren.“ Das Fest hat dazu beigetragen. Hans-Jürgen Scheiwe fasste am Ende die allgemeine Zustimmung treffend zusammen: „Dies kann erst ein Anfang sein. Die Veranstaltung schreit nach Fortsetzung.“ 

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