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Segeberg 4500 Stunden ehrenamtlich im Einsatz
Lokales Segeberg 4500 Stunden ehrenamtlich im Einsatz
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12:07 04.11.2019
Von Heinrich Pantel
Deniz Gerkens (2. von links) verstärkt seit einigen Monaten das Helferteam. Für die Arzthelferin ist der Gesundheitsdienst nicht nur Broterwerb, er ist auch eine Herzensangelegenheit. Dr. Sandu Deunert (von links), Sven Bomanns und Stephan Hamann sind seit etlichen Jahren für das DRK im ehrenamtlichen Einsatz. Quelle: Heinrich Pantel
Kaltenkirchen

Den größten Zeitaufwand fordern Bereitschafts- und Sanitätsdienst. Nils Bade, der Bereitschaftsleiter, führt über den Einsatz gewissenhaft Buch. Er stellte fest: „Von unseren Aktiven sind im Berichtsjahr rund 4500 Helferstunden geleistet worden.“ Die addierte Zahl verteilt sich aktuell auf 42 Frauen und Männer. Das Gros der Mitglieder machen die Förderer aus. Nicht enthalten in den Helferstunden sind die Großeinsätze beim Wacken-Open-Air-Festival und beim Werner-Rennen, wo unter der Leitung der Kaltenkirchener auch Rotkreuzler aus anderen Ortsvereinen Verstärkung boten. Bei beiden Veranstaltungen wurden zusammen 4550 Personen versorgt.

Permanent Schulungen beim DRK Kaltenkirchen

Zu seinen Aufgaben zählt der Ortsverein ferner Wasserwacht, Schnelleinsatzgruppe, Katastrophenschutz, Kleiderkammer, Blutspendedienste und den DRK-Shop. Mit den Diensten sind permanente Schulungen und damit zusätzlicher Zeitaufwand verbunden. Der Stuvenborner Sven Bomanns, einer der beiden stellvertretenden Bereitschaftsleiter, ist seit etlichen Jahren dabei: „Ein paar Hundert Ausbildungsstunden sind bei mir schon zusammengekommen.“ Er hoffe immer, es passiere bei seinen Einsätzen nichts Schwerwiegendes, wolle im Ernstfall aber in der Lage sein, das Nötigste richtig tun können.

Arzt arbeitet ehrenamtlich

Zum Kaltenkirchener DRK-Ortsverein zählt der Kisdorfer Arzt Dr. Sandu Deunert. Wenn Veranstaltungen von einem Notarzt begleitet werden müssen, so steht er zur unentgeltlichen Hilfe bereit. Der Mediziner wird oft mit besonderen Herausforderungen konfrontiert: „Ohnmacht und offener Bruch kamen ebenso vor wie Schlaganfall und Herzstillstand.“ Das Schlimmste habe aber bisher stets verhindert werden können.

Neben aller ehrenamtlichen Leistung ist der Ortsverein auch Arbeitgeber, und zwar für die Mitarbeiter des Senioren-Service-Hauses (Jungfernstieg), für die der Geschäftsstelle (Schulstraße) sowie für die der Kaltenkirchener Küche. Jürgen Schumacher: „Durchschnittlich 43 warme Mahlzeiten werden täglich an unsere Kunden ausgeliefert.“ Anfang des Jahres konnte für diesen Service ein neues Fahrzeug in Dienst genommen werden. 

40 Tonnen Kleidung im Jahr in Kaltenkirchen

Bei den Textilspenden brummt es. „Täglich wird etwas in unserem Shop in der Schulstraße abgegeben. Die Textilien werden aufbereitet und für kleines Geld an jedermann ausgegeben“, meinte Jürgen Schumacher. Bei den zwölf im Stadtgebiet aufgestellten Kleidercontainern kamen im letzten Jahr fast 40 Tonnen zusammen. Einiges wird für den Katastrophenfall vorgehalten; der Rest wird an einen Verwertungsbetrieb verkauft.

Ortsverein Kaltenkirchen möchte DRK-Zenrum mieten

Neu zu besetzen im Ortsverein war der Posten des stellvertretenden Vorsitzes. Claudia Reisewitz wurde vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Die Rettungssanitäterin wohnte einige Jahre in Kaltenkirchen, lebt inzwischen aber in Hamburg. Die Verbundenheit zu den Rotkreuzlern Kaltenkirchens ist so groß, dass sie hier auch weiter aktiv ist. Das scheint kein Zufall zu sein. In einem Grußwort sagte Margret Rose, die stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes: „In keinem der 25 Ortsvereine wird so viel gelacht wie in diesem. Die Stimmung ist erfreulich und erquickend zugleich.“ 

Was wird mit dem DRK-Zentrum in der Alvesloher Straße? „Die Frage ist nach wie vor nicht abschließend zu beantworten“, sagte Jürgen Schumacher. Sicher sei, dass der Ortsverein gerne Mieter des vom Kreisverband zu bauenden Zentrums werden möchte.

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