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Segeberg Sechs Wochen Zeit für Umbau
Lokales Segeberg Sechs Wochen Zeit für Umbau
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10:00 06.08.2016
In den Schulgebäuden an der Hamburger Straße und am Marschweg stapeln sich derzeit Einrichtungsgegenstände in den Fluren, weil in den Ferien umfangreiche Umbauten erledigt werden. Quelle: klaus-Ulrich tödter
Kaltenkirchen

„Das ist hier schon eine logistische Herausforderung der besonderen Art“, sagt dann auch Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause, denn es stehen für die Hauptarbeiten nur sechs Wochen zur Verfügung.

 So zieht die Grundschule am Marschweg in die Räume der ehemaligen Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule an der Hamburger Straße. Deren Schüler werden künftig in die Gemeinschaftsschule Marschweg integriert. Der zuständige Schulverband Kaltenkirchen hatte sich zu diesem Schritt entschlossen, weil die Kästner-Schule nicht mehr genügend Schüler hatte. Sie hatte zuvor bereits ihre Eigenständigkeit verloren und war schon eine organisatorische Verbindung mit der Gemeinschaftsschule Marschweg eingegangen. Doch zwei Standorte machten auf Dauer keinen Sinn.

 Fast 500 Umzugskartons mussten gepackt, über 80 Rollcontainer sowie diverse Tische, Regale, Stühle und Computer auf die Reise gehen. Mitarbeiter des städtischen Bauhofes bewältigten diese Aufgabe mit Unterstützung der Schulhausmeister.

 Doch das Packen und der Transport waren nur ein Mosaiksteinchen. Viel aufwändiger sind die Bauarbeiten. „Wir müssen dabei jeden Raum anfassen“, beschreibt der verantwortliche Architekt Karsten Wulf aus Oersdorf die Situation.

 In beiden Schulen stapeln sich deshalb die Einrichtungsgegenstände in den Fluren, weil die Handwerker alte Wände herausreißen, neue hochziehen, Toiletten und Waschbecken ersetzen, Böden erneuern, Unmengen neue Leitungen verlegen, neue Fluchtwege schaffen und Belüftungen einbauen müssen.

 An der Hamburger Straße findet nicht nur die Grundschule eine neue Heimat. Auch ein Hort und eine Kindertagesstätte werden in das Gebäude einziehen. Drei Krippen- und zwei Elementargruppen für insgesamt 74 Jungen und Mädchen sind vorgesehen. Geplant ist, mit dem Betrieb zum 1. August kommenden Jahres zu beginnen. „Die dafür erforderlichen Arbeiten werden in Abstimmung mit der Schulleitung so vorgenommen, dass der dann schon laufende Unterrichtsbetrieb nicht gestört wird“, sagt Bürgermeister Krause. Er bezeichnet es als Glücksfall, im Schulgebäude eine Kita einrichten zu können. „Die Stadt spart dadurch etwa 2 Millionen Euro, weil es keinen Neubau geben muss.“ Das wirke sich auch auf die Elternbeiträge aus, die nicht erhöht werden müssten. Die Grundschule am Marschweg wird auch nach dem Umzug ihren Namen behalten. Lehrer und Eltern wollten die Lehranstalt gerne in LeBe-Schule umbenennen, stießen dabei in der Stadtvertretung aber auf Ablehnung.

 Für die Grundschule und den Hort werden knapp 1,1 Millionen Euro ausgegeben. Fast ebenso viel kostet die Einrichtung der Kindertagesstätte. Die Gesamtkosten dafür trägt die Stadt Kaltenkirchen. Für den Bau der Kinderkrippe gibt es einen Zuschuss aus Bundesmitteln in Höhe von gut 270000 Euro.

 Am Marschweg werden rund 500000 Euro investiert, die der Schulverband Kaltenkirchen trägt. Im ehemaligen Grundschulgebäude werden moderne Klassenräume geschaffen, die zum Schuljahresbeginn im September fertig sein werden. Länger dauert es mit den neuen Fachräumen, zum Beispiel der Lehrküche, dem Werkraum und den naturwissenschaftlichen Räumen. Deren Fertigstellung ist für die Herbstferien geplant.

 Die Grundschule am Marschweg an der Hamburger Straße werden ab dem neuen Schuljahr veraussichtlich 212 Kinder besuchen. 15 Lehrerinnen und Lehrer, fünf Hortpädagogen sowie Sozialpädagogen und die Sekretärin ziehen mit um. Bei der Gemeinschaftsschule Marschweg ist alles etwas größer. Direktor Hartmut Vogt verfügt nun über ein 55-köpfiges Kollegium. Die Zahl der künftigen Schüler steht noch nicht fest. Von der Kästner-Schule wechseln etwa 140 an den neuen Standort.

Der Schaden durch den Wasserrohrbruch im Lohstücker Weg (B4) ist offenbar von erheblichem Ausmaß. Der stellvertretende Bauamtsleiter Erich Dorow rechnet damit, dass die Bundesstraße 4 zwischen Hamburger Straße und Butendoor noch 14 Tage gesperrt sein wird.

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