Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segeberg Zweitjüngste Stadt im Land
Lokales Segeberg Zweitjüngste Stadt im Land
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:41 25.02.2019
Von Sylvana Lublow
In Kaltenkirchen sind Jung und Alt im Gleichgewicht. Quelle: Julian Stratenschulte
Anzeige
Kaltenkirchen

In Band Eins geht es um „Kreise und Städte in Schleswig-Holstein im Vergleich“. Herangezogen wurden nur Städte mit mehr als 20 000 Einwohnern, die kreisfreien Städte und die Kreise. 

Kaltenkirchen mit rund 22000 Einwohnern hat ein Durchschnittsalter von 42,4 Jahren, Kiel liegt nur kurz davor mit 41,9 Jahren. „Wir haben keine Universität oder Fachhochschule, trotzdem ist der Unterschied zu Kiel nur marginal“, so Krause. Das Durchschnittsalter in Schleswig-Holstein lag mit Stand 31. Dezember 2017 bei 45,1 Jahren. Bei der Altersstruktur schlägt Kaltenkirchen jede andere Gemeinde mit mehr als 20 000 Einwohnern (nicht die kreisfreien Städte). In der Gruppe der unter 18-Jährigen hat die Stadt mit 18,8 Prozent den höchsten Wert, bei der Altersgruppe der über 65-Jährigen mit 18,8 Prozent den geringsten Wert aller verglichenen Kommunen. „Diese Daten bestätigen, dass Kaltenkirchen eine junge und attraktive Stadt ist“, freut sich Krause

Anzeige

Mehr Geburten als Todesfälle

Der demographische Wandel scheint in Kaltenkirchen gegen den deutschlandweiten Trend zu laufen. Das ist vor allem daran zu erkennen, dass die Geburtenrate höher ist als die Sterberate. 2017 gab es 216 Geburten und 201 Todesfälle. Auch in diesem Bereich wird die Stadt nur von Kiel geschlagen mit 2508 Geburten und 2481 Todesfällen. Nach Kaltenkirchen folgt Quickborn, dort gab es 203 Geburten und 194 Sterbefälle. In allen anderen Städten und Gemeinden über 20 000 Einwohnern und den kreisfreien Städten ist die Todesrate höher als die Geburtenrate. Nur in Kiel, Kaltenkirchen und Quickborn gibt es einen Überschuss, also ein Bevölkerungswachstum. Auch der Wanderungssaldo, also die Differenz zwischen Zu- und Wegzügen, liegt in Kaltenkirchen in einem hohen Plus-Bereich, nämlich bei 24,2 pro 1000 Einwohner. Damit belegt die Stadt auch in diesem Ranking den Spitzenplatz. Zum Vergleich: In Henstedt-Ulzburg beträgt der Wanderungssaldo nur 1,8, in Norderstedt 10,7. 

Familienfreundliche Politik trägt Früchte

„Die Entscheidungen, die von der Stadtvertretung in den vergangenen Jahren gefällt wurden, scheinen Früchte zu tragen“, sagt Hanno Krause: Sie haben uns zu einer familienfreundlichen Stadt gemacht, auch für die ältere Bevölkerung. Uns ist wichtig, dass sich hier jede Altersgruppe wohlfühlt.“ Ausreichend Kita-Plätze, Sanierungen der Schulen, altersgerechtes Wohnen, verbesserte Einkaufsmöglichkeiten – all das trage zu den guten Daten bei.

Einar Behn 25.02.2019
25.02.2019
25.02.2019