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Segeberg Kein Kompromiss am Nelkenweg in Sicht
Lokales Segeberg Kein Kompromiss am Nelkenweg in Sicht
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22:00 13.08.2019
Von Michael Stamp
Die Brachfläche am Nelkenweg soll mit einer großen Wohnanlage und zwei weiteren Wohnblöcken bebaut werden. Quelle: Archiv
Bad Segeberg

Es ist laut Bauamt „keine erkennbare Kompromisslinie“ aus den Terminen hervorgegangen. Die CDU-Fraktion hatte vor der Sommerpause einen allerletzten Kompromissvorschlag unterbreitet: Es solle eine Bebauung mit jeweils einem Drittel Einzel-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern angestrebt werden. Diese Idee, bei der es um insgesamt 50 bis 60 Wohneinheiten geht, sollte zur Befriedung beitragen. Während die beiden Investoren mehrere Wohnblöcke beziehungsweise eine Wohnanlage hochziehen wollen, drängen die Anwohner auf Einzel- und Doppelhäuser – insgesamt höchstens 30 Wohneinheiten. Die ursprüngliche Planung der Investoren hingegen war mal von bis zu 140 Wohnungen ausgegangen. 

Nun berät am 21. August der Bauausschuss

Im Bauausschuss am Mittwoch, 21. August, ab 18.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses muss nun beraten werden, wie mit dem Ergebnis der Gespräche umgegangen werden soll. Um die Kommunalpolitiker auf den neuesten Stand zu bringen, hat die Stadtverwaltung mit den Sitzungsunterlagen zu jedem der drei Treffen einen umfangreichen Vermerk als Zusammenfassung geliefert.

Investoren wollen weiterhin Mehrfamilienhäuser bauen

Die Fläche besteht aus zwei Teilstücken. Der kleinere Abschnitt grenzt direkt an das Grundstück von Gunther von Tluck und Toschonowitz, der neben Luzian Roth und Karsten Wilkening zu den Initiatoren des Bürgerentscheids zählt. Der Investor dieses Bereichs teilte im Termin mit Bauamtsleiterin Antje Langethal und Sachbearbeiter Nico Krempe mit, er könne „nur ein wirtschaftliches Projekt umsetzen“. Bei Einfamilien- und Doppelhäusern sei das aber nicht gegeben. „Auf seiner Fläche müssen mindestens zwei Mehrfamilienhäuser mit zwei Vollgeschossen zuzüglich Staffelgeschoss entstehen“, teilt die Stadt mit. „Die Gebäudehöhe würde sich auf 9,70 Meter beschränken.“ Es sei zu prüfen, ob sich die Häuser einen Meter tiefer ins Erdreich des abschüssigen Geländes eingraben lassen, so dass sie am Ende weniger hoch erscheinen. 22 Wohnungen sollen es hier insgesamt werden. Der Investor betonte, die Stadt müsse bei ihrer Entscheidung die Wohnbedürfnisse der Bevölkerung beachten und zudem sein Vorhaben getrennt von dem auf dem Nachbargelände betrachten.

Einzel- und Doppelhäuser laut Eigentümern der Flächen nicht wirtschaftlich

Auf diesem größeren Areal sollen nach dem Willen des dortigen Investors mindestens 50 Wohnungen entstehen. Angedacht sei als „angemessene Bebauung“ ein Mehrfamilienhaus mit drei Vollgeschossen und Staffelgeschoss. Im Norden des Geländes könnten zusätzlich noch Doppelhäuser gebaut werden. Dann würde der Investor aber auf insgesamt 70 Wohneinheiten kommen wollen. Eine Lösung mit Einzel- und Doppelhäusern würde seiner Ansicht nach weder der zentrumsnahen Lage gerecht noch wäre sie wirtschaftlich akzeptabel. 

Initiatoren des Bürgerentscheids poche auf Votum der Bevölkerung

Die drei Initiatoren des Bürgerentscheids betonten wiederum, nicht für alle Anwohner zu sprechen. Luzian Roth erinnerte an den erfolgreichen Bürgerentscheid, der eine Festlegung auf Einzel- und Doppelhäusern bedeutete. Eine geplante Anwohnerversammlung halten alle drei wegen der weit auseinander liegenden Positionen für nicht zielführend. Karsten Wilkening bedauerte, dass das Ergebnis des Bürgerentscheides von den Investoren nicht zur Kenntnis genommen wird. Antje Langethal machte abschließend eins deutlich: Nun muss die Politik entscheiden. 

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