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Segeberg Politik bleibt vor der Moscheetür
Lokales Segeberg Politik bleibt vor der Moscheetür
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17:07 07.05.2017
Von Jann Roolfs
Aysegül Demir schiebt eine Pizza in den Ofen. Auf dem Kermes gab es viele türkische Spezialitäten zu probieren. Quelle: Jann Roolfs
Bad Bramstedt.

Grillmeister Ali Yavuz formt Köfte, türkische Frikadellen; nebenher feuert er seinen Grill an. In der Küche bereitet ein knappes Dutzend Frauen türkische Pizza zu und Katmer, mit Käse und Spinat oder Petersilie gefüllte Teigtaschen. Draußen wird dekoriert, Getränke werden palettenweise über den Platz geschleppt, Kinder spielen dazwischen. Immer wieder tritt jemand mit Fragen an Dilek Ağdan heran.

Ağdan ist Vorsitzende des Frauenvorstands des Kulturvereins; gleichzeitig ist sie stellvertretende Vorsitzende des Moscheevorstandes, sie sitzt im Vorstand des Dachverbands DITIB Nord und beim Bund der muslimischen Frauen auf Bundesebene.

Ağdan engagiert sich seit 46 Jahren ehrenamtlich, und sie hat immer noch viel vor: Sie will an der Bramstedter Moschee eine internationale Frauen-Teestube einrichten, um die Flüchtlingsfrauen zu erreichen.

Gleichzeitig kümmert sie sich um die Integration ihrer Landsleute: Sie will mit ihren Organisationen in den Landesjugendring und in den Landesfrauenrat. In Bad Bramstedt fühlt sie sich gut aufgehoben. Agdan hat viele Kontakte geknüpft auch zur evangelischen Kirchengemeinde. „Wir beweisen, dass wir mit unseren deutschen Nachbarn gut zusammenleben“, sagt sie. Zum Kermes lädt der türkische Verein regelmäßig alle Bramstedter ein; aber Dilek Ağdan wünscht sich, dass mehr Deutsche kommen.

Der Imam äußert sich nicht zur Politik

Am Verfassungsreferendum in der Türkei hat sich die engagierte Frau nicht beteiligt. „Ich würde lieber hier wählen, wenigstens in Bad Bramstedt“, aber sie hat keine deutsche Staatsbürgerschaft. Ihre Kinder ja. „Die Heirat mit Deutschen ist normal geworden, das war früher tabu“.

Der Bramstedter Imam, der Vorbeter, „äußert sich überhaupt nicht politisch“, und das ist ganz im Sinne seiner Gemeinde, betont Dilek Ağdan.

„Wenn die Politik in den Glauben kommt, dann zieht uns das auseinander“, das will Ibrahim Algin vermeiden. Er ist Vorsitzender des Kulturvereins und verbannt die Politik aus der Moschee. Privat unterhielten sich die Türken natürlich darüber, aber es gebe keinen Streit. „Politik ist nicht unser Problem, sie ist das Problem der Leute da oben“, findet Landsmann Muammer Erdem.

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